aktueller Pfad: Home » Nachrichten » Ansicht
30.07.2009
Zukunft des Schaeffler-Standorts Schweinfurt gesichert

Der Betriebsrat des Schaeffler-FAG-Werkes Schweinfurt und die Geschäftsleitung haben ein Maßnahmenpaket zur Senkung der Personalkosten am Standort vereinbart, das der Belegschaft in der Betriebsversammlung vorgestellt wurde. Wichtigstes Ergebnis: Es gibt keine betriebsbedingten Kündigungen bis Mitte 2010 und die Auszubildenden werden übernommen.

Einsparungen sollen jetzt ausschließlich über natürliche Fluktuation, Aufhebungsverträge und Altersteilzeit sowie durch weitere Kurzarbeit, entgeltwirksame Verkürzung der Arbeitszeit und die Verschiebung der Tariferhöhung vom Mai 2009 erreicht werden.

Alle Auszubildenden werden übernommen. Dagegen sind betriebsbedingte Kündigungen bis zum 30. Juni 2010 ausgeschlossen.

Tarifverträge nicht angetastet

Gleichzeitig hat der Gesamtbetriebsrat der Schaeffler KG flankierend einen Rahmensozialplan verhandelt, der Härten bei Versetzungen ausgleichen soll. Für den Fall von Kündigungen nach dem 30. Juni 2010 ist die Bildung einer Transfergesellschaft vereinbart.

Diese Maßnahmen konkretisieren für den Schaeffler-Standort Schweinfurt die Zukunftsvereinbarung zwischen der Eigentümerfamilie und der IG Metall vom Februar 2009 und die Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung vom Mai 2009.

 „Mit dieser Vereinbarung gewinnen wir Zeit. Wir haben betriebsbedingte Kündigungen verhindert, auch wenn die Belastungen für unsere Kolleginnen und Kollegen erheblich sind“, so die Bewertung des Betriebsratsvorsitzenden Norbert Lenhard.

Peter Kippes von der IG Metall Schweinfurt sieht angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise zwar keine Alternative zu diesen Maßnahmen: „Aber die Kündigungsabsichten sind vom Tisch. Es gibt keinen Automatismus zur Einrichtung einer Transfergesellschaft. Die geltenden Tarifverträge werden nicht angetastet.“

Der Betriebsrat des Schaeffler-FAG-Werkes Schweinfurt und die Geschäftsleitung gehen davon aus, dass die jetzt vereinbarten Maßnahmen das nötige Einsparvolumen erbringen. Das soll im Frühjahr/Frühsommer 2010 erneut gemeinsam überprüft werden. Für den Fall der Nichteinigung ist ein Mechanismus zur Konfliktlösung vorgesehen.

Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe


Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.