(München) ) Bei 87 Warnstreiks, seit Ende der Friedenspflicht am Mittwoch, haben bis Samstag knapp 57 000 Angestellte, Arbeiter und Auszubildende die Arbeit niedergelegt, um für höhere Einkommen, tarifliche Regelungen zu Qualifizierung, Innovation und der Vermögenswirksamen Leistungen zu demonstrieren.
Für die kommende Woche kündigt die IG Metall die Ausweitung von Warnstreiks aus. So erwartet die Gewerkschaft in dieser Woche Warnstreiks und Kundgebungen in- und außerhalb von 125 Betrieben mit einer Beteiligung von rund 60 000 Streikenden. Die Protestaktionen werden zwischen einer und bis zu drei Stunden dauern. „Diese Woche ziehen wir die Daumenschrauben weiter an“, sagte Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.
Die Zeit für eine Lösung am Verhandlungstisch ist bald um. „Wenn sich die Arbeitgeber vor Ostern nicht bewegen und keine Einigung erreicht wird, stehen die Weichen unweigerlich auf Richtung Streik.“
Zum Wochenbeginn finden acht Warnstreiks am Montag, 03.04.2006, in Neustadt (Regensburg) Würzburg, Erlangen und Kempten und Geiselhöring, Region Landshut, statt.


