(Pressedienst 67/2006) Zwischen der MAN Nutzfahrzeuge AG, dem Betriebsrat des Werkes München und der IG Metall Bayern wurden Verhandlungen zur Beschäftigungssicherung am Standort München geführt.
Vorbehaltlich der Zustimmung des IG Metall Vorstandes in seiner Sitzung am 04.09.2006 wurden dabei folgende Eckpunkte vereinbart:
Bis zum 30.09.2012 werden betriebsbedingte Kündigungen für alle Beschäftigten ausgeschlossen. Das Werk München bleibt Hauptproduktionsstandort für die LKW-Produktion über 16 Tonnen; auch künftige Neuentwicklungen in der LKW-Sparte werden am Standort München produziert. Die dafür notwendigen Investitionen werden bereitgestellt. „Mit dieser Vereinbarung konnte eine drohende Verlagerung der LKW-Produktion nach Polen verhindert werden. Wir haben einen großen Erfolg zum Erhalt des Produktionsstandortes München erzielt und 3 500 Arbeitsplätze langfristig gesichert,“ so Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.
Außerdem wurden ein mögliches Outsourcing oder ein Tarifwechsel der Logistiksparte vertraglich unterbunden und MAN verpflichtet sich zu produktivitätssteigernden Investitionen in Höhe von mindestens 190 Millionen Euro bis 2012. Neugebauer: „Durch die langfristige Verpflichtung von MAN, sowohl alle heute vorhandenen Produktstufen, als auch mögliche Nachfolgetypen am Standort München zu produzieren und die dafür notwendigen Investitionen bereitzustellen, dürfte das tatsächliche Investitionsvolumen um ein Vielfaches höher liegen und die Beschäftigung am Standort München auch weit über das Jahr 2012 hinaus gesichert sein.“
Die Beschäftigten beteiligen sich an den genannten Maßnahmen mit einem Beitrag in Höhe von jährlich ca. 20 Millionen Euro durch eine geringfügige Verlängerung der Arbeitszeit, je nach Tätigkeitsgebiet von ein bis zwei Stunden pro Woche. Werner Neugebauer: „Damit leisten die Beschäftigten und die IG Metall Bayern einen konkreten Beitrag zur Beschäftigungssicherung und zum Erhalt des Produktionsstandortes München - im Gegensatz zu denen, die in ihren Sonntagsreden dauernd über die angeblich mangelnde Flexibilität schwadronieren, ohne selbst einen ihren Teil zu erbringen“.


