(Pressedienst 30 / 2007) Die IG Metall Bayern und der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V. haben heute den Tarifabschluss von Baden-Württemberg übernommen.
Mit diesem Tarifabschluss erhalten die 710 000 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie mit der Abrechung für Mai eine Einmalzahlung von 400.- €, ab Juni 4,1 Prozent mehr Geld, ab Juni 2008 weitere 1,7 Prozent sowie eine weitere Einmalzahlung in Höhe von 3,98 Prozent.
Insgesamt hat der Tarifvertrag eine Laufzeit von 19 Monaten bis zum 31.10.2008. Der Angriff der Arbeitgeber auf das Weihnachtsgeld konnte abgewehrt werden.
Für die Auszubildenden in Bayern wurde ebenfalls eine Erhöhung der Vergütung um 4,1 Prozent zum 01.06.07 und um weitere 1,7 Prozent zum 01.06.08 vereinbart. Für die Monate April und Mai 2007 erhalten die Auszubildenden eine Einmalzahlung von 125.- Euro und im August 2008 eine weitere Einmalzahlung in Höhe von 3,98 Prozent.
Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Damit kommt der Aufschwung dauerhaft im Geldbeutel der Beschäftigten an. Ermöglicht wurde dieser gute Abschluss durch den massiven Druck aus den Betrieben. Durch die hohe Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks blieb den Arbeitgebern keine andere Wahl, als sich endlich zu bewegen. Und so ist es zu einem Ergebnis gekommen, dass sich sehen lassen kann.“
An den Warnstreiks in Bayern haben sich 88 500 Beschäftigte aus 161 Betrieben beteiligt. Da die Friedenspflicht an einem Wochenende ausgelaufen ist und auch noch ein Feiertag in der Warnstreikwoche lag, ist diese beeindruckenden Beteiligung an faktisch nur drei Warnstreiktagen erzielt worden.


