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17.11.2005
Neues Entgelt-Rahmen-Abkommen für bayerische Betriebe

(München) Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie und die IG Metall Bayern einigten sich auf einen neuen Tarifvertrag, der die Neueingruppierung und Bezahlung von Arbeitern und Ange-stellten in einem gemeinsamen Bewertungs- und Entlohnungssystems (ERA) vorsieht.

Bei der Unterzeichnung des neuen Tarifvertrags sagte Dr. Helmut Keese, Tarifverhandlungsführer des VBM: „Mit der Zustimmung unseres Vor-stands ist der Weg frei für ein neues, zukunftsweisendes Entlohnungssystem in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie“. Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, stellte fest: „Endlich wird die historische Ungleichbehandlung von Arbeitern und Angestellten mit dem neuen ERA beseitigt. Vergleichbare Qualifikation wird künftig gleich vergütet, unabhängig vom sozio-logischem Status des Arbeitnehmers. Das ist tarifpolitisches Neuland“. Ab November 2005 können die Betriebe das neue Vertragswerk einführen. Dabei müssen bayernweit rund 450 000 Arbeitsplätze in der M+E-Industrie neu bewertet werden. Die rund 600 Betriebe haben dafür vier Jahre Zeit, bis spätestens Oktober 2009. Zur Erleichterung bei der Neueingruppierung der Mitar-beiter in den Betrieben haben sich die Tarifparteien auf 70 Orientierungsbeispiele geeinigt, die als Bewertungs- und Vergleichsmaßstab den Betriebsparteien für die konkreten Eingruppierungen dienen sollen. „Der ERA-Tarifvertrag birgt die Chance, Arbeitsformen und –abläufe neu zu organisieren und bisherige Ungleichheiten in der Eingruppierung zu beseitigen. Dadurch wird in vielen Betrieben die Zusammenarbeit gemischter Arbeits- und Projektteams wesentlich reibungsloser ablaufen“, stellte Neugebauer fest. Außerdem werte der ERA, die für die Unternehmen so wichtige qualifizierte Facharbeit, deutlich auf. Keese: „Mit dem ERA-Tarifvertrag führen wir ein modernes Entgeltsystem ein, das sowohl den heutigen als auch den künftigen Erfordernissen der Betriebe entspricht: Es führt zu einer gerechteren und leistungsorientierteren Vergütung der Mitarbeiter, ohne dass den Betrieben zusätzliche Kosten entstehen“, so Keese weiter.

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