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31.08.2007
Loewe hält Dividende für möglich und stellt neue innovative Geräte vor

Vor vier Jahren rutsche der Fernsehgerätehersteller Loewe aus Kronach in eine bedrohliche Krise. In der Krise borgten die Beschäftigten ihrer Firma Geld und die Produktion wurde auf neue Technik umgestellt. Nun produziert das Unternehmen technisch hochwertige und moderne Geräte, macht wieder satte Gewinne und der Vorstandsvorsitzende denkt über die Zahlung von Dividende für die Aktionäre nach.

Loewe plane bei Erreichen seiner hochgesteckten Ziele die Zahlung der ersten Dividende nach vier Jahren, sagte der Vorstandsvorsitzende der Loewe AG, Rainer Hecker, am Donnerstag vor Beginn der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Sollte das Unternehmen im Plan sein, könne der Hauptversammlung eine Ausschüttung für 2007 vorgeschlagen werden, sagte er.

 

Im zweiten Halbjahr 2007 will Loewe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 30 Prozent mehr Umsatz erwirtschaften. Hecker bekräftigte das Ziel, den Umsatz 2007 um zehn Prozent auf 380 Millionen Euro zu erhöhen. Der Gewinn soll um mindestens 20 Prozent auf 16 bis 18 Millionen Euro steigen.

 

Auch die Beschäftigten profitieren

Das Loewe heute wieder so gut dasteht, hat die Firma vor allem auch einem besonderen Beitrag ihrer Beschäftigten zu verdanken: Das Management hatte die Entwicklung der Flachbildschirme glatt verpennt und die Firma rutsche 2003/2004 in eine bedrohliche Krise. Da vereinbarten der Betriebsrat und die IG Metall mit der Geschäftsleitung, dass die Kolleginnen und Kollegen für zwei Jahre auf Teile ihres Einkommens verzichten. Dieser Beitrag war wichtig zur Sanierung des Unternehmens.

 

Im Frühjahr dieses Jahres wurde die Einkommensminderung, die dem Unternehmen aus der Patsche geholfen hat, wieder an die Beschäftigten zurückgezahlt. Darüber hinaus vereinbarten die Tarif- und Betriebsparteien, dass die Belegschaft über eine Erfolgsbeteiligung am Wiedererstarken der Firma beteiligt wird. Wenn der Gewinn eine bestimmte Summe übersteigt, wird die Hälfte dieses Betrags an die Belegschaft ausgezahlt.

 

Für den Loewe-Chef Rainer Hecker ist dieses Zusammenspiel von Belegschaft und Firmenleitung ein Beweis dafür, dass auch im so genannten Hochlohnland Bundesrepublik Unterhaltungselektronik mit Gewinn produziert werden kann. Dazu bedurfte es aber auch eines überzeugenden Konzepts. Denn mit der günstigen Ware, wie sie in Verbrauchermärkten verkauft wird, hätte Loewe Opta in der Tat nicht konkurrieren können. Also setzte man in Entwicklung und Produktion auf sehr hochpreisige Geräte – und fand ausreichend viele Käufer, die eine Menge Geld für technisch ausgeklügelte Geräte hinlegen.

 

 

Eine Reihe neuer innovativer Geräte

Die Strategie mit technisch hochwertigen Geräte setzt Loewe konsequent fort und stellt auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) seine neue Generation von Fernsehern vor.

 

Wie das Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemeldung mitteilte, wolle man mit „zahlreichen innovativen Home Cinema-Lösungen einmal mehr seine Rolle als führende

Marke für individuelle Home Entertainment Systeme in Europa“ unterstreichen.

 

Loewe stellt u.a. eine drahtlose Vernetzung von PC und Fernseher vor. Digitale Daten, wie MP3-Dateien, Fotos oder Videofilme werden heute oft auf dem PC gespeichert der in der Regel nicht neben dem TV-Gerät steht. Mit einer Fernbedienung mit WLAN-Modul holt Loewe die auf dem PC gespeicherte Fotos, Filme oder Videos auf den TV-Bildschirm. Noch einfacher geht es über das Stromnetz. Der Loewe Media Player lässt sich mit dLAN 200 AV-Adapter installieren. Diese neue Technologie macht die Stromleitung zum schnellen Datentransmitter. Auf diese Weise kann er ohne Verkabelung an einen Media-Server-PC oder einen Netzwerk-Speicher angebunden werden.

 

Kameras oder Kartenlesegeräte können über eine USB-Schnittstelle direkt an den Fernseher angeschlossen werden. Der integrierte PhotoViewer erlaube die direkte Präsentation von JPEG-Digitalfotos als Diaschau – natürlich in voller HDTV-Auflösung mit bis zu 1920 x 1080 Pixel, teilte das Unternehmen mit. Alternativ oder gleichzeitig lasse sich vom USB-Speichermedium auch noch Musik mit erstklassigem Klang abspielen.

 

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