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22.02.2008
Mit jeder Faser für 5,5 Prozent

Die Tarifverhandlungen für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie gehen in die entscheidende Phase. In der Nacht auf den 1. März endet die Friedenspflicht. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 25. Februar in Darmstadt. Dann wird sich zeigen, ob die Unternehmer ernsthaft an einem vernünftigen Tarifabschluss interessiert sind.

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Die IG Metall fordert für die Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Darüber hinaus will sie einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit, eine unbefristete Übernahmeverpflichtung für alle Auszubildenden sowie die Einführung eines Entgelt-Rahmentarifvertrages durchsetzen, um die unterschiedliche Entlohnung von Arbeitern und Angestellten aufzuheben.

 

Die Arbeitgeber haben bisher 2,2 Prozent ab dem 1.März 2008 und 1,8 Prozent ab dem 1. Mai 2009 (bis 28. Februar 2010) dazu Einmalzahlungen von jeweils 0,5 Prozent angeboten. Die Einmalzahlungen sollen jedoch durch freiwillige Betriebsvereinbarung verschoben und je nach wirtschaftlicher Lage gekürzt oder ganz entfallen können.

 

Die Beschäftigten wollen sich nicht mit „kleinen Brötchen“ abspeisen lassen. Sie wollen deutlich höhere Einkommenssteigerungen. Und bei den zusätzlichen Forderungen muss auch was her. In Kurzform: „Mehr muss her“

 

„Wenn die Textil-Arbeitgeber in der nächsten Verhandlungsrunde nicht zu einer Lösung bereit sind, wird es auch im Bezirks Bayern ab dem 1. März zu Warnstreiks kommen“, kündigte der zuständige Bezirkssekretär Jürgen Wagner an.

 

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Tarifrunde 2012

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