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29.08.2007
Huber warnt vor Flucht aus dem Flächentarifvertrag im Kraftfahrzeughandwerk

Der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat die Arbeitgeber vor der Flucht aus dem Flächentarifvertrag gewarnt. „Fairer Wettbewerb, der nicht über Lohndumping, sondern über Qualität und Leistung ausgetragen wird, ist ohne vernünftige Tarifverträge nicht zu haben“, sagte Huber am Mittwoch in Frankfurt.

Bertholf Huber

Huber reagierte damit, anlässlich einer Tagung mit 250 Vertretern der regionalen Tarifkommissionen aus dem Kraftfahrzeughandwerk, auf das Vorgehen des Zentralverbandes des Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) und einzelner Landesinnungen, aus dem Flächentarifvertrag auszusteigen. „Zu einem stabilen Flächentarifvertrag gibt es keine Alternative“, stellte Huber klar. „Wer ihn heute verhindert, hat über kurz oder lang eine ganz andere Qualität von Auseinandersetzungen in den Betrieben.“

 

Die Beschäftigten hätten in den vergangenen Monaten bewiesen, dass sie bereit sind, für Tarifverträge in der Branche zu kämpfen. „Das haben die vielen Eintritte in die IG Metall und die erfolgreichen Aktionen wie in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein gezeigt.“ Wenn die Arbeitgeber ihre Strategie weiter verfolgten, werde die IG Metall auch in den kommenden Monaten nicht vor betrieblichen Aktionen zurückschrecken und für die Tarifstandards in der Branche mit rund 400 000 Beschäftigten kämpfen. Huber appellierte an den ZDK und die Landesinnungsverbände, ihrer ordnungspolitischen Verantwortung nachzukommen und zum Flächentarifvertrag zu stehen.

 

Der ZDK hatte seinen Landesinnungsverbänden empfohlen, aus der Tarifpolitik auszusteigen und statt dessen sogenannte „Tarifgemeinschaften“ zu bilden. Verhandlungen mit diesen neu gegründeten „Tarifgemeinschaften“ erteilte Huber eine Absage. Mit ihnen könnten keine verbindlichen Flächentarifverträge sicher gestellt werden, da die Mitgliedsbetriebe jederzeit wieder austreten könnten. Vergleichbare Wettbewerbsbedingungen würden dadurch unmöglich gemacht und gingen zu Lasten der Beschäftigten. Zudem versuchten die Kfz-Arbeitgeber mit diesem Schritt die Arbeits- und Entgeltbedingungen weiter zu verschlechtern. „Wir brauchen eine verlässliche Existenzgrundlage für die Beschäftigten, faire Arbeitsbedingungen und guten Lohn für gute Arbeit

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