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11.09.2009
Electrolux prüft Schließung der Geschirrspülerentwicklung in Nürnberg

Nach Informationen, die der IG Metall Nürnberg vorliegen, überprüft das Management von Electrolux, die Geschirrspülerentwicklung in Nürnberg zu schließen. Davon betroffen wären 53 AEG-Beschäftigte in Nürnberg, deren Arbeitsplätze an andere Standorte in Europa oder USA in 2010 verlagert werden sollen.

Jürgen Wechsler

„Das ist ein Vertrauensbruch gegenüber den Betroffenen, dem Standort Nürnberg und der Stadt Nürnberg, da es nach dem Werksschließungsbeschluss 2005/2006 eine Zusage gab, diesen Kompetenzbereich in Nürnberg zu erhalten,“ sagt Jürgen Wechsler, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg.

Tod auf Raten

Die Verantwortlichen von Electrolux in Stockholm und Brüssel haben mit der Werksschließung 1.700 Arbeitnehmern bei AEG die Existenz geraubt, von denen viele heute noch arbeitslos sind. Ein Ergebnis des AEG-Streiks 2006 war, dass für über 800 Beschäftigte in den AEG-Gesellschaften in Nürnberg eine Standort- und Beschäftigungssicherung vereinbart wurde, diese Arbeitsplätze zu erhalten. Diese Vereinbarung läuft Ende 2009 aus.

„Aktuell sind gerade noch 680 Beschäftigte bei Electrolux in Nürnberg und mit der geplanten Schließung der Geschirrspülerentwicklung geht der „Tod auf Raten“ in Nürnberg weiter, “ so Jürgen Wechsler. Die IG Metall Nürnberg und der Betriebsrat in Nürnberg fordern Electrolux auf, die Schließung der Geschirrspülerentwicklung zu stoppen und stattdessen einen Beschäftigungsausgleich für Nürnberg zu schaffen. „Wir wollen in Nürnberg wieder auf über 800 Beschäftigte kommen. Dazu könnte auch die Europazentrale von Brüssel nach Nürnberg verlagert werden,“ fordert Jürgen Wechsler.

Am Dienstag, den 15.09.09 wird in einer Betriebsversammlung darüber beraten, wie die Vorgehensweise der Belegschaft gegenüber Electrolux sein wird. Jürgen Wechsler: “Wir werden nicht zulassen, dass Electrolux weiter „verbrannte Erde“ in Nürnberg hinterlässt, wie schon bei der Werksschließung 2006.“

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