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11.04.2006
Hohe Teilnahme bei Audi: 10.000 demonstrieren
(München) Bei den Jugendaktionen in München, Augsburg, Schweinfurt und Aschaffenburg demonstrierten weit über 2.000 künftige Facharbeiter mit pfiffigen Aktionen für mehr Geld und für ihre Zukunft. Bei der Weckeraktion in München rüttelten 600 Auszubildenden mit Hunderten Weckern die Arbeitgeber wach.
„Den Arbeitgebern müssen die Ohren klingeln. Hoffentlich kommen sie bald mit einem neuen Angebot, sonst werden die Wecker auf eine andere Weckzeit eingestellt: Streikzeit“, sagte Eric Leiderer, Jugendsekretär der IG Metall Bayern.
Rund 10 000 Beschäftigte demonstrierten beim Ingolstädter Automobilhersteller Audi bei dem ersten Warnstreik. In mehreren Demonstrationszügen marschierten sie zum Kundgebungsort. Fritz Schösser, Bezirksvorsitzender des DGB Bayern, forderte die Arbeitgeber auf, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. „Wer gute Gewinne einstreicht, kann für gute Leistungen gutes Geld bezahlen. Offenbar suchen die Arbeitgeber einen Großkonflikt. Dem werden sich die Gewerkschaften mit Unterstützung des DGBs stellen.“
Weitere Arbeitsniederlegungen fanden bis Mittag bei Heidenhain in Traunreut, Krauss Maffei in Treuchtlingen und bei Siemens F 80 in Erlangen statt. Über 12 000 beteiligten sich bei den Aktionen bis Mittag. Die IG Metall erwartet nachmittags bei weiteren fünf Aktionen noch einmal knapp 2 000 Demonstranten.
 

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