Die aktuelle Schwäche der Gesamtwirtschaft wirkt sich immer deutlicher auf die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland aus. Ende August arbeiteten in den größeren Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern des verarbeitenden Gewerbes 4,4 Prozent weniger Menschen als ein Jahr zuvor.
Diese Zahlen teilte das Statistische Bundesamt in einer Pressemeldung mit. Demnach war das seit Januar 1995 der größte prozentuale Rückgang im Vergleich zu einem Vorjahresmonat. Innerhalb eines Jahres sank die Zahl der Beschäftigten um 229 000 auf gut fünf Millionen.
Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 10,2 Prozent auf 562 Millionen ab. Dies sei auch eine Folge der starken Nutzung der Kurzarbeit.
Metallindustrie besonders betroffen
Nur noch der Bereich Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln weißt mit plus 1,6 Prozent eine positive Entwicklung gegenüber August 2008 auf. Die Wirtschaftszweige Maschinenbau (minus 4,1 Prozent) und Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (minus 4,2 Prozent) verzeichneten einen deutlichen Beschäftigtenrückgang. Noch wesentlich stärker als im Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes verringerte sich die Beschäftigtenzahl in den Wirtschaftszweigen Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit minus 5,1 Prozent, Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren mit minus 5,6 Prozent sowie Herstellung von Metallerzeugnissen mit minus 6,3 Prozent.



