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18.09.2006
Erhöhung der Siemens-Gehälter maßlos und unverschämt

(Pressedienst 72/2006) Heftig kritisiert hat Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, die geplante Erhöhung der Vorstandsgehälter bei Siemens um 30 Prozent.

„Angesichts der Tatsache, dass Siemens die Personalkosten insbesondere in den Geschäftsbereichen SBS (Siemens Business Services) und FSC (Fujitsu Siemens Computers) drastisch senken will, kann man die angekündigte Erhöhung der Vorstandsgehälter um 30 Prozent nur als maßlos und unverschämt bezeichnen,“ sagte Werner Neugebauer.

Bei FSC will Siemens ca. 300 Stellen abbauen und die Arbeitszeit für die verbleibende Belegschaft verlängern. Bei SBS will Siemens – nach eigenen Angaben – ca. 100. Millionen Euro Personalkosten einsparen. Erste Gespräche mit der IG Metall haben für beide Bereiche stattgefunden.

Die nun geplante Erhöhung der Vorstandsgehälter werden diese Gespräche sicherlich belasten, wenn gleichzeitig den Beschäftigten große Opfer abverlangt werden sollen.

Der Siemens Vorstand dürfe sich nicht wundern, wenn die Beschäftigten diese Gehaltserhöhung des Vorstandes als Steilvorlage für die nächste Tarifrunde verstehen.

Werner Neugebauer: „Ihren Beschäftigten predigen die Siemens-Manager Wasser, während sie selber ihre Weinvorräte kräftig aufstocken.“

Der Siemens Vorstand hat offenbar ein seltsames Verständnis von Globalisierung:

- Managergehälter wie in den USA
- Unternehmenssteuern wie in Zypern
und für die Beschäftigten Gehälter wie in China.

So wird Globalisierung nicht funktionieren.

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