Siemens' österreichischer Softwareschmiede PSE informieren die Betriebsräte heute über ihr gestriges Gespräch mit der Firmenleitung. Auch eine mögliche Urabstimmung über Abwehrmaßnahmen gegen die geplanten Ausgliederungen steht offenbar im Raum.
Nach einem Bericht in der heutigen Printausgabe des österreichischen "WirtschaftsBlatt" werden heute in einer gemeinsamen Versammlung die Betriebsräte der Standorte Wien, Salzburg, Graz und Linz ihre Belegschaften über das informieren, was bei einem Gespräch mit dem Management am Mittwoch herausgekommen ist. PSE (Program and System Engineering) ringt seit Wochen mit dem Herunterbrechen der Folgen der Com-Abtrennung aus der Siemens AG.
Nach Aussage des Angestelltenbetriebsratsvorsitzenden Ataollah Samadani erwartet man zu der Versammlung im Wiener "Austria Center" (Bild) rund 1.400 Siemens-Mitarbeiter; diese könnten im Rahmen der Versammlung auch über mögliche Arbeitskampfmaßnahmen eine Urabstimmung durchführen. Zwar wollen die Betriebsräte und Beschäftigten "weitere Verhandlungen mit der Unternehmensführung und streben eine vernünftige Lösung an", käme es dabei aber zu keinem Ergebnis, werde es weiteren Druck bis hin zu einem Streik geben.



