Die Münchner Autohaus-Gruppe MAHAG soll von VW übernommen werden. Wann die Übernahme vollzogen werde, steht noch nicht fest. Zunächst müssen noch Details ausgearbeitet werden. Die IG Metall München drängt auf den Erhalt aller 30 Betriebe und die Sicherung der Arbeitsplätze.
Der Vertriebssprecher des Volkswagen-Konzerns, Enrico Beltz, bestätigte am Dienstagabend gegenüber der Münchner tz den Mahag-Deal: "Es läuft alles auf die Übernahme hinaus. Es gibt einen Vorvertrag, eine Eckpunkte-Vereinbarung zwischen der MAHAG und dem Volkswagenkonzern. Die Details und die inhaltliche Ausgestaltung wird in den nächsten Tagen zu vereinbaren sein."
Gestern fand bei der MAHAG in München eine stark besuchte außerordentliche Betriebsversammlung statt. Der Belegschaft ist dabei eröffnet worden ist, dass das Unternehmen an die Volkswagen AG verkauft wird. Auf Nachfragen hat die Geschäftsleitung erklärt, das habe wohl keine Auswirkungen auf die Beschäftigung bei der MAHAG.
"Wir nehmen die Herren dabei gerne beim Wort.", sagt Horst Lischka, Erster Bevollmächtigter der IG Metall München. "Es darf nicht sein, dass die Beschäftigten, die jahrelang gute Arbeit geleistet haben die Zeche für offenbar vorhandene finanzielle Probleme der MAHAG – Gruppe zahlen sollen. Soweit wir das Mandat der Belegschaft haben werden wir auf den Erhalt aller Betriebe und die Sicherung der Arbeitsplätze drängen.", so Lischka. "Der Verkauf an VW ist sicherlich nicht die schlechteste Lösung. Bei einem seriösen Käufer wie Volkswagen, der ein eigenes Interesse hat sind die Chancen gut für ein Weiterbestehen des Traditionsunternehmens."
Die MAHAG - Gruppe beschäftigt bundesweit mehr als 1.780 Menschen, davon allein 1.200 in München und Umgebung.



