Nach bundesweit 18 Verhandlungsrunden zur Altersteilzeit wurden die Verhandlungen ergebnislos beendet. Das ist eine unerhörte Provokation gegenüber der IG Metall und den mehr als 360.000 Beschäftigten, die sich bundesweit mit Warnstreiks und Aktionen für eine neue Altersteilzeit eingesetzt haben! Mit einer bundesweiten Flugblattaktion informiert die IG Metall jetzt die Beschäftigten.
„Viele Menschen können nicht bis zum 65. Lebensjahr arbeiten, und schon gar nicht bis zum 67. Sie müssen selbst bestimmen können, wann sie aus dem Erwerbsleben aussteigen. Die Altersteilzeit ist dafür ein gutes Mittel. Außerdem ermöglicht sie, dass junge Menschen die älteren Beschäftigten ersetzen. Die IG Metall übernimmt gesellschaftliche Verantwortung, wenn sie sich für eine neue Altersteilzeit einsetzt. Auch die Arbeitgeber haben erklärt, dass sie eine neue Altersteilzeit wollen. Getan haben sie aber nichts“, schreibt Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall in dem Flugblatt (siehe pdf-Datei im Anhang), das ab heute auch in den bayerischen Betrieben verteilt wird.
in Bayern ist der Tarifvertrag zur Altersteilzeit bisher nicht gekündigt. Aufgrund der Provokationen und des Verhaltens der Arbeitgeber, die glauben, die IG Metall vorführen zu können, wird Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, der Tarifkommission in ihrer Sitzung am 24. Juli empfehlen, den bayerischen Tarifvertrag zu kündigen: „Mit ihrer Rolle rückwärts haben die Arbeitgeber die Tarifverhandlungen im federführenden Bezirk Baden-Württemberg gezielt vor die Wand gefahren. Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als dieses Thema mit der Lohn- und Gehaltstarifrunde im kommenden Herbst zu verbinden. Es waren auch die bayerischen Arbeitgeber, die kräftig mitblockiert und eine neue Altersteilzeit vorerst verhindert haben.“
- Dateien:
bayern_Altersteilzeit.pdf



