Am Freitag hat in Nürnberg eine gemeinsame Sitzung der Wirtschafstausschüsse aller drei Automotive Divisionen des Continental-Konzerns stattgefunden. Gesamtbetriebsräte und die IG Metall warfen anschließend der Continental AG in einer gemeinsamen Erklärung „eine zynische Verhöhnung aller Mitarbeiter/innen“ vor.
Das Management von Conti hat auch auf der Sitzung der Wirtschaftsausschüsse die bereits bekannten Pläne zum Stellenabbau (über 2000) nicht konkretisiert. Wie viele Mitarbeiter/innen letztendlich von einer Kündigung bedroht sind und an welchen Standorten der Personalabbau in welcher Höhe geplant ist, wissen IG Metall und Betriebsräte auch nach dieser Sitzung nicht genauer.
IG Metall und Betriebsräte haben in der Sitzung ihre Position gegenüber dem Management klar vertreten und dieses aufgefordert, bis Mitte April in einer einzuberufenden erneuten WA-Sitzung detaillierte Zahlen vorzulegen.
Die Gesamtbetriebsräte und die IG Metall äußerten ihr großes Unverständnis für die Unternehmenspolitik der Conti AG und die bekannt gegebenen Stellenstreichungen. „Continental beweist damit einmal mehr, dass der Konzern seine Unternehmensverantwortung nicht im Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen sieht, sondern eine Politik verfolgt, die allein einer besseren Rendite geschuldet ist“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung (siehe Anhang).
Angesichts der guten Auftragslage, sowohl in Entwicklung und Produktion, seien diese Pläne zum Stellenabbau “vollkommen unverständlich und wirtschaftlich unsinnig.“
Es könne nicht sein, dass man in einem Mitarbeiterbrief anlässlich der Bilanzpressekonferenz den Beschäftigten "für ihr außerordentliches Engagement und ihre hervorragende Leistung im Conti-Team" dankt und gleichzeitig den Abbau von über 2000 Arbeitsplätzen ankündigt. „Wir sehen darin eine zynische Verhöhnung aller Mitarbeiter/innen der Continental AG“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung, die von drei GBR-Vorsitzenden und den beiden GBR-Beauftragen der IG Metall unterzeichnet ist.
- Dateien:
08_22_02GemeinsameErklaerung_01.pdf


