(Pressedienst 20 / 2007) Die IG Metall Bayern fordert endlich Klarheit für die Beschäftigten der Automobilzuliefersparte VDO der Siemens AG.
Nachdem VDO erst 2006 wieder in die Siemens AG integriert wurde sind nun offenbar verschiedene Versionen des Verkaufs bzw. der Wiederausgliederung, jeweils in Verbindung mit einem massiven Stellenabbau, im Gespräch. Spekuliert wird ganz offen mit einem Börsengang bzw. einem Verkauf an Continental oder einen Finanzinvestor. Gleichzeitig machen Gerüchte über einen möglichen Verkauf des VDO Werkes in Würzburg die Runde.
Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Siemens weiß offenbar nicht was es will. Erst rein in die Kartoffeln jetzt wieder raus aus den Kartoffeln.“
Die IG Metall Bayern fordert die Siemens AG und Siemens VDO dringend auf, endlich die Karten auf den Tisch zu legen und die betroffenen Beschäftigten vollständig und umfassend zu informieren und damit klarzumachen, wo ihre beschäftigungspolitischen Perspektiven sind.
Bei Siemens VDO geht es bundesweit um ca. 20 000 Beschäftigte, davon allein in Bayern über 8 700.
Der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer nannte es ein hochgradiges Ärgernis, dass nach Informationen der IG Metall, der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Vorstandes der Brose Fahrzeugteile GmbH sich bereits im Werk Würzburg umsehen, bevor die Beschäftigten informiert wurden. Neugebauer: „So ein Versteckspiel ist vielleicht im Kindergarten am richtigen Platz, mit Erwachsenen, die um ihren Arbeitsplatz bangen, kann man so nicht umgehen.“
Im übrigen wies die IG Metall Bayern darauf hin, dass für Siemens VDO in Würzburg, mit derzeit ca. 1 700 Beschäftigten, erst vor ca. 2 Jahren nach langen und harten Auseinandersetzungen eine Standortsicherungs- und Beschäftigungssicherungsvereinbarung bis zum Jahr 2010 abgeschlossen wurde, diese gelte es nun zu erfüllen.
Sollte Siemens trotz aller Kritik und Bedenken an einem Börsengang oder schlimmstenfalls sogar dem Verkauf festhalten, stehen aus Sicht der IG Metall Standorterhalt, Arbeitsplatzabsicherung, Fortbestand der Tarifbindung und Übernahme der Beschäftigungssicherungsvereinbarung absolut im Vordergrund.


