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29.05.2009
Urabstimmung: 91,9 Prozent für Streik beim IT-Dienstleister EDS

In einer Urabstimmung haben sich 91,9 Prozent der befragten Gewerkschaftsmitglieder beim IT Dienstleister EDS Operations Services (EDS OS) für einen Streik ausgesprochen. Nach mehreren Warnstreiks hatten IG Metall und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zur Urabstimmung aufgerufen. Am 4. Juni soll der Streik beginnen.

Die Gewerkschaften wollen damit einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung, die Regelung der Arbeitsbedingungen im Unternehmen und Entgelterhöhungen durchsetzen. Der Streik soll am 4. Juni beginnen. (siehe unten Flugblatt als pdf-Datei)

In Bayern hat EDS einen Standort in Schweinfurt, dort sollen nach den Plänen der Geschäftsführung über 42 Prozent der Arbeitsplätze gestrichen werden. In Scheinfurt arbeiten bei EDS überwiegend ehemalige EDV Beschäftigte der SKF.

„Unsere Mitglieder haben ein überzeugendes Urabstimmungsergebnis abgeliefert. Ihre große Zustimmung zum Streik bei EDS zeigt beispielhaft: Um bei einem Konflikt mit einem verhandlungsunwilligen Arbeitgeber ihre Interessen durchzusetzen, suchen und brauchen auch hoch spezialisierte Experten der IT-Branche das gewerkschaftliche Mittel des Streiks“, sagte IG Metall-Vorstand Helga Schwitzer.

„Damit haben die Beschäftigten des IT-Dienstleisters EDS ein klares Zeichen gesetzt: Mit seiner Verweigerungshaltung kommt der Arbeitgeber nicht durch. Die Eskalation geht allein auf das Konto der EDS-Führung“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder.

EDS wurde im August 2008 von Hewlett Packard (HP) gekauft. Trotz guter Auslastung und einem positiven Ergebnis sollen bei der EDS OS 839 von 2 700 Arbeitsplätzen abgebaut werden. Bisher hat sich die EDS-Führung Tarifverhandlungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, von Arbeitsbedingungen beim Übergang zu HP sowie über Entgelterhöhungen verweigert.

Dateien:
EDS_tarifinfo4251682.pdf
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