Trotz Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit hat die IG Metall Bayern im zurückliegenden Jahr nur minimale Rückgänge bei der Mitgliederentwicklung zu verzeichnen. Zum Jahresende 2009 waren 355.608 Menschen Mitglied der IG Metall Bayern.
Das entspricht einem Minus von einem Prozent (minus 3.601 Mitgliedern) gegenüber dem Vorjahr. Damit hat die IG Metall Bayern aber immer noch 0,5 Prozent oder 1.689 Mitglieder mehr als im Boomjahr 2007.
Auch im Krisenjahr 2009 hat sich die Mitgliederzahl der IG Metall Bayern positiver entwickelt als im Bundesdurchschnitt (minus 1,6 Prozent).
Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Angesichts massiver Auftragseinbrüche in unseren Branchen und dem Verlust von rund vier Prozent der Arbeitsplätze in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie, ist unsere Mitgliederentwicklung erfreulich stabil.“
Krisenzeiten und Zeiten des Arbeitsplatzabbaus sind für die Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften nie gute Zeiten. In der Krise in der Metall- und Elektroindustrie 1993/94 hatte die IG Metall Bayern mit einem Minus von 3,9 Prozent ein deutlich stärkerer Rückgang zu verzeichnen.
Bei einigen Beschäftigtengruppen konnte die IG Metall Bayern trotz Krise sogar zulegen. So stieg die Zahl der Angestellten um 1,6 Prozent auf jetzt 49.896 Mitglieder.
16.000 neue Mitglieder
Im letzten Jahr sind 16.259 Menschen der IG Metall Bayern beigetreten, damit lag die Zahl der Neuaufnahmen deutlich unter der von 2008 (23.000).
Etwa 41 Prozent der Neuaufnahmen (genau 6.701 Mitglieder) waren Jugendliche bis 27 Jahren. Damit sind über 45.000 (genau 45.131) junge Menschen in Bayern Mitglied der IG Metall. Dies entspricht einem Anteil von 12,7 Prozent. Die IG Metall Bayern hat damit absolut und prozentual die meisten jugendlichen Mitglieder aller IG Metall Bezirke in der Bundesrepublik



