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26.03.2007
"Schlicht und ergreifend verbohrt"

In dieser Woche werden die Verhandlungen zur Tarifrunde in fortgesetzt, den Anfang macht Baden-Württemberg am 27. März. Die erste Runde blieb in allen Tarifbezirken ohne Ergebnis - die Arbeitgeber halten sich wie zu erwarten mit realistischen Angeboten vornehm zurück.

Der Zweite IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber forderte vergangene Woche die Arbeitgeber eindringlich auf, in der zweiten Verhandlungsrunde ein ernstzunehmendes Angebot vorzulegen. "Ernstzunehmen", das heißt in diesem Zusammenhang ein Angebot, das nicht nur die Reallöhne sichert und mit einem einmaligen Konjunkturbonus verzuckert.

 

Faire Beteiligung gefordert

 

Ein solcher Vorschlag sei für die IG Metall "nicht diskussionsfähig", erklärte Huber gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Statt dessen erwarten die Beschäftigten einen "Reallohnaufbau" und die faire Beteiligung an der wachsenden Produktivität, beides strukturwirksam in den Lohn- und Gehaltstabellen. Die von der Arbeitgeberseite trotz mäßigen Erfolgs in der Tarifrunde 2006 gewünschten Einmalzahlungen seien "immer nur der Punkt auf dem ,i'. Als Erstes muss das ,i' stehen."

 

Die Erwartungen der IG Metall an die Arbeitgeber basieren wesentlich auf der wirtschaftlichen Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie: "Die Arbeitgeber haben offensichtlich erkannt, dass die wirtschaftliche Situation eine sehr gute ist, die gegen ein Runterrechnen und für eine faire Beteiligung spricht", unterstrich Huber. Problematisch ist daher, dass nach seiner Einschätzung "nicht unwesentliche Teile des Arbeitgeberlagers schlicht und ergreifend verbohrt" sind und gern einen niedrigeren Tarifabschluss als die 3,1 Prozent des Vorjahres erreichen würden.

 

Offener Konflikt nicht ausgeschlossen

 

Das allerdings wird mit den Beschäftigten und der IG Metall nicht zu machen sein. Die Forderung von 6,5 Prozent steht, am Ende muss in jedem Fall ein Abschluss deutlich über dem des Vorjahr stehen. Weigert man sich in den Arbeitgeberverbänden, die Arbeitnehmer angemessen an der kontinuierlich guten Produktivitätsentwicklung zu beteiligen, so Huber ohne Umschweife, "bleibt nur noch der offene Konflikt".

 

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Die Daten der zweiten Verhandlungsrunde in den Tarifbezirken:

27. März Baden-Württemberg, 28. Küste, 29. Niedersachsen und Bayern, 30. Mittelgruppe und Sachsen, 2. April Nordrhein-Westfalen, Osnabrück-Emsland und Berlin-Brandenburg, 3. April Sachsen-Anhalt und schließlich am 4. April Thüringen.

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Tarifrunde 2012

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