Im Rahmen einer Fair-Leih-Tour informiert die IG Metall über Arbeitsbedingungen in der Leiharbeitsbranche. Unter dem Motto „Gleiche Arbeit – Gleiches Geld“ kommt der 14 Tonnen schwere und 12 Meter lange Info-Truck jetzt auch nach Ingolstadt, am Dienstag hält er auf dem Paradeplatz.
Von 10.00 bis 17.00 Uhr können sich Leiharbeitnehmer über ihre Rechte im Arbeitsleben informieren. „Viele wissen gar nicht, welche Rechte ihnen zustehen. Die Leute sollen im Zweifelsfall einfach mal ihren Arbeitsvertrag mitbringen“, so Walter Lang, Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Ingolstadt. Sie erhalten rechtliche Auskünfte und persönliche Beratung. Dies sei ein Ansatzpunkt, um Missständen in der Branche entgegenzuwirken.
Leiharbeitskräfte verdienen 20 bis 40 Prozent weniger als ihre festangestellten Kollegen. Walter Lang: „Wir müssen eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Betrieben verhindern.“ Früher war Leiharbeit dazu da, um Auftragsspitzen ausgleichen. Heute arbeiten allein in der Metall- und Elektroindustrie 260 000 Leiharbeitnehmer. Dies sind doppelt so viel, wie noch vor zwei Jahren..
Deshalb hat die IG Metall in Ingolstadt bereits mit den Zeitarbeitsfirmen Adecco, Tuja und Freese Nord Tarifverträge für den Leiharbeitseinsatz bei Audi abgeschlossen. Um den Anspruch der IG Metall gerecht zu werden, machen es sich die Betriebsräte in den Entleihbetrieben zur Aufgabe, noch stärker darauf achten, dass Leiharbeitnehmer fair behandelt und fair bezahlt werden.
Am Aktionstag wird durch Redebeiträge zum Thema informiert:
Um 14:00 Uhr: | Ursula Engelen-Kefer, ehemalige stellvertr. DGB-Vorsitzende |
Um 15:00 Uhr: | IG Metall Jugend |
Um 16:00 Uhr: | Johann Horn, 1. Bevollmächtigter IG Metall Ingolstadt Toni Müller, Vertrauensperson Firma Adecco Peter Jackwerth, Tuja Zeitarbeit GmbH |
Neben der Aktion am 22.07.2008 bietet die IG Metall Ingolstadt allen Leiharbeitnehmern rechtliche Auskünfte unter der Telefonnummer 0841/903409-20 an.



