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20.07.2007
Zu viele Hauptschüler in Bayern noch ohne Ausbildungsplatz

Nur 40 Prozent der Hauptschulabsolventen hatten bis Ende Juni 2007 bei einem Betrieb einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Ein Viertel war zu diesem Zeitpunkt vollständig unversorgt. Viele Jugendliche werden für teures Geld in Berufsvorbereitungsjahren und Grundbildungslehrgängen geparkt, die ihnen keine echte Berufsperspektive geben.

Insgesamt hatten 35 Prozent der Hauptschulabgänger bis Ende Juni weder eine Ausbildungsstelle noch die Möglichkeit zum Übertritt in eine weiterführende Schule. 10 Prozent besuchen nach dem Schulabschluss eine Berufsbildungsmaßnahme, die zu keinem anerkannten Berufsabschluss führt (Berufsvorbereitungsjahr, Einstiegsqualifizierung, Grundbildungslehrgänge, etc.).

 

25 Prozent waren völlig unversorgt. "Diese Jugendlichen stehen nach dem Ende des Schuljahres auf der Straße ohne jede Perspektive für ihr Leben", kritisierte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. "Das ist gesellschaftspolitischer Sprengstoff und nicht hinnehmbar".

 

Hauptschüler in kleineren Gemeinden oder Städten haben deutlich bessere Chancen auf einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb (50 Prozent und mehr) als in Mittel- oder Großstädten (25 Prozent – 28 Prozent). Auch die regionale Herkunft beeinflusst die Berufschancen: in den drei fränkischen Bezirken ist es für Hauptschülerinnen und Hauptschüler deutlich schwieriger, einen Ausbildungsvertrag zu erhalten, als in Ober- und Niederbayern.

 

 

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