Am 1. April trat der erste Teil der Gesundheitsreform in Kraft. Doch nur wenige Versicherte wissen, was genau neu geregelt wurde und worauf sie künftig achten müssen. Der DGB stellt deshalb in seiner Broschüre "Gesundheitsreform 2007 - Tipps und Informationen für Versicherte" auf 48 Seiten die neuen Regelungen und Leistungen dar und informiert über Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheitsreform.
„Die am 1. April 2007 in Kraft getretene Gesundheitsreform reiht sich nahtlos in die Tradition der letzten Reformen der Gesundheitsversorgung ein. Unausgegoren, halbherzig, widersprüchlich – allen Protesten von Experten und Versicherten, Krankenkassen und Gewerkschaften zum Trotz hat die große Koalition ihr „Reformprojekt“ durchgezogen“, schreibt Annelie Buntenbach, Mitglied des Geschäftsführenden DGB- Bundesvorstand im Vorwort zu der eben vorgelegten Broschüre.
Bereits seit 1. April 2007 gelten zahlreiche neue Regelungen für die Versicherten. Über 80 Prozent von ihnen hatten am Vorabend der Reform keine Ahnung, was sie erwartet, so eine Forsa-Umfrage. Deshalb zeigt der DGB in dieser Broschüre, welche neuen Leistungen und welche Risiken die Reform den Versicherten bringt.
Die Broschüre informiert über die neuen Leistungen der Krankenkassen wie Eltern-Kind-Kuren, Entbindung in Geburtshäusern oder medizinische Rehabilitation für Ältere ebenso, wie über höhere Zuzahlungen im Krankheitsfall für Menschen, die nicht an Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen und die negativen Auswirkungen der Gesundheitsreform auf chronisch Kranke.
Ein eigenes Kapitel ist dem Thema Zuzahlung gewidmet und eine übersichtlich gestaltete Tabelle bringt Licht ins Dunkel der verschiedenen Zuzahlungsregelungen.
Genau erklärt wird, was es mit den neuen Wahltarifen auf sich hat und wo man Unterstützung bekommt, wenn man mit einer Entscheidung der Kasse nicht einverstanden ist, bzw. wie und wo ein Widersprich gegen die Entscheidung einer Krankenkasse eingelegt werden kann.
Außerdem gibt es zahlreiche Tipps für Versicherte, ein ausführliches Stichwortverzeichnis und im Serviceteil Kontaktadressen von Organisationen und Verbänden, die sich für die Belange von Versicherten und Patienten einsetzen.



