Mit der Mai-Abrechnung gibt es mehr Geld: Löhne, Gehälter für die Beschäftigten in der Holz- und Kunststoffindustrie und auch die Ausbildungsvergütungen steigen um 2,6 Prozent. Das ist kein Geschenk der Unternehmer, sondern Teil des Tarifabschlusses von 2007.
Dieses Tarifergebnis (3,6 Prozent mehr ab Mai 2007, 2,6 Prozent mehr ab Mai 2008) wurde den Arbeitgebern mühsam abgerungen. Wir erinnern uns: Die T-Shirt-Aktionen in vielen Betrieben (immer mittwochs erschienen die Kolleginnen und Kollegen mit dem Slogan „Alles wird teurer - wir auch“ auf dem Hemd zur Arbeit) und die große Demonstration am 12. Mai 2007 in Taufkirchen/ Vils hatten den Unternehmern klar gemacht: Die Beschäftigten stehen hinter den Forderungen ihrer Gewerkschaft. Ohne dieses Engagement wäre das Tarifergebnis nicht zu erzielen gewesen.
Dass die Tariferhöhung gerade jetzt besonders wichtig ist, kann jeder am Kontostand erkennen: Insbesondere die Kosten für Energie (Strom und Gas) und für den Sprit sind in die Höhe geschnellt. Für viele ist das eine finanzielle Belastung, die an die Grenze geht.
Die Arbeitgeber hatten beim Abschluss im vorigen Jahr gejammert, dass sie sich die Erhöhung eigentlich gar nicht »leisten« könnten. Dabei wird in der Branche nach einer jahrelangen Flaute wieder richtig Geld verdient. Während dieser Zeit hatten die Beschäftigten erhebliche finanzielle Zugeständnisse gemacht. Jetzt sind wir dran, sagten die Kolleginnen und Kollegen im vorigen Jahr zu Recht – und setzten sich für ihre Forderung ein.
Aber bereits heute kann man mit absoluter Sicherheit voraussagen: Wenn es im nächsten Jahr um die Verhandlungen für einen neuen Tarifvertrag geht, werden die Unternehmer wieder jammern, dass sich die Balken biegen. Deshalb gilt die alte Fußballweisheit – in abgewandelter Form – auch für die Gewerkschaftspolitik: Nach der Tarifrunde ist vor Tarifrunde.
Zuschauen reicht nicht!
Deshalb gilt: Wir müssen jetzt die Gewerkschaft stark machen. Denn nur ein starker Verhandlungspartner kann sich gegen die Unternehmer durchsetzen. Je mehr wir sind, umso erfolgreicher können wir unsere Interessen durchsetzen. Also jetzt Mitglied der IG Metall werden. Dann klappt es auch mit der nächsten Tariferhöhung.
Das beste Mittel dafür ist für Beschäftigte, die noch nicht IG Metall-Mitglied sind, jetzt einzutreten und damit die Durchsetzungsfähigkeit der Arbeitnehmerseite zu stärken; wer bereits Mitglied ist, sollte Kolleginnen und Kollegen für diesen Schritt motivieren. Wer noch nicht mitmacht, muss wissen: Die nächste Tarifbewegung kommt. Und wenn für ihn oder sie wieder eine kräftige Tariferhöhung rauskommen soll, dann geht das um so besser, je mehr sich in der IG Metall engagieren.
Beitreten kann man HIER online sowie bei allen IG Metall-Betriebsräten und -Vertrauensleuten im Betrieb!
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