Beim SPD-Bundesparteitag Ende Oktober in Hamburg soll DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel (IG Metall) in den Parteivorstand aufrücken. Hexel solle die Verbindung zur Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) bilden.
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil präsentierte den 57-Jährigen am Freitag in Berlin als Kandidaten für das mehr als 40 Mitglieder zählende Führungsgremium, meldet die Nachrichtenagentur Reuters
Verbindungs-Frau für den DGB zur SPD-Spitze ist seit Jahren die ehemalige stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer. Sie unterlag aber beim DGB-Bundeskongress im letzten Jahr in einer Kampfabstimmung gegen Ingrid Sehrbrock.
Engelen-Kefer ist weiter Mitglied im SPD-Vorstand und hält sich eine erneute Kandidatur offen. "Die Kandidatur von Herrn Hexel ist unabhängig von meiner eigenen Kandidatur", sagte die 64-Jährige der Nachrichtenagentur Reuters. "Die SPD täte gut daran, die Verbindung zu den Gewerkschaften zu stärken.
Dietmar Hexel ist seit 1968 SPD-Mitglied. Seit 2002 gehört der gelernte Chemielaborant, dem Geschäftsführenden Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes an. Dort ist er für Personal, Organisation und Kommunikationssysteme, Mitbestimmung und Rechtspolitik, Gewerkschaftliche Bildungsarbeit sowie für den Bereich Energie- und Umweltpolitik verantwortlich.
hauptberuflich bei IG Chemie-Papier-Keramik und IG Metall
Dietmar Hexel war 1970 bis 1971 Jugendsekretär beim DGB-Kreis Frankfurt am Main und von 1971 bis 1980 Gewerkschaftssekretär bei der IG Chemie-Papier-Keramik, Bezirk Hessen.
1980 wechselte er in die Abteilung Betriebsverfassung beim Hauptvorstand der IG Chemie-Papier-Keramik. Dort fungierte er u. a. als Herausgeber der Fachzeitschrift „Der Betriebsrat“. Später wurde er Leiter dieser Abteilung.
1986 ging Dietmar Hexel zum Vorstand der IG Metall. Zunächst baute er für das Projekt „Kommunikations- und Organisationsstrukturen“ der IG Metall die Logistik und die Weiterbildungsstrukturen auf. Von 1991 bis 2002 war er Leiter der Abteilung Organisation der IG Metall.



