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16.06.2009
Anklage gegen weiteren Siemens-Top-Manager

Die Aufarbeitung der Korruptionsaffäre bei Siemens geht nicht nur in Griechenland weiter ihren Gang: Gegen Michael Kutschenreuter, früher Finanzchef des Bereichs Communications, und zwei weitere Ex-Manager hat die Staatsanwaltschaft München Anklage erhoben. Die Prozesse sollen im Herbst beginnen.

Siemens-Zentrale, München

Wie der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe meldet, ist die Anklage gegen Kutschenreuter in jeder Hinsicht gewichtig. Rund 320 Seiten soll der Schriftsatz umfassen, und dem Ex-Manager im wesentlichen Untreue vorwerfen, weil er von den schwarzen Kassen bei COM gewusst und sie geduldet habe.

Die anderen Angeklagten müssen sich 'nur' wegen Beihilfe zur Untreue verantworten. Sie sollen in den Jahren 2000 bis 2006 knapp 70 Millionen Euro an Geschäftspartner und Behördenvertreter in über 60 Länder geleitet haben.

Die Anklageerhebung bildet den vorläufigen Abschluss eines wohl aufgrund der komplizierten Ermittlungen langen Vorgangs. Der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler hatte bereits im März anklingen lassen, die Ermittlungen seien weitgehend abgeschlossen. Kutschenreuter hatte frühzeitig gestanden und dabei unter anderem den ehemaligen Chief Financial Officer Heinz-Joachim Neubürger schwer belastet, gegen den seit Januar 2007 ermittelt wird.

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