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29.01.2008
Minijobs kosten den Staat fast vier Milliarden Euro

Minijobs haben den deutschen Staat im vergangenen Jahr bis zu vier Milliarden Euro gekostet. Zu diesem Ergebnis kommt nach einem Zeitungsbericht der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in seinen Berechnungen zu den Subventionen für die geringfügige Beschäftigung.

Den Sozialversicherungen seien durch Minijobs rechnerisch zwischen 2,2 und 2,4 Milliarden Euro an Beiträgen verloren gegangen, berichtete die "Frankfurter Rundschau" (Montagausgabe) vorab unter Berufung auf Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Die öffentlichen Haushalte verzichteten darüber hinaus auf Steuerzahlungen von einer bis 1,3 Milliarden Euro.

 

Zum Vergleich: Die umstrittene Verlängerung des Arbeitslosengeldes für Ältere kostet etwa 800 Millionen Euro.

 

„Mit gewaltigen Subventionen für Minijobs hilft der Staat Arbeitgebern, ihre Arbeitskosten zu Lasten der Allgemeinheit zu drücken", zitiert die FR den DGB-Arbeitsmarktexperten Wilhelm Adamy. Für die Mini-Jobber hingegen sei die soziale Absicherung völlig unzureichend. Obwohl die Bundesregierung die Förderung Mitte 2006 leicht eingeschränkt hat, breiten sich Minijobs laut DGB weiter aus.

 

Von der Ausnahme zur Regel

In einigen Branchen sei die geringfügige Beschäftigung nach den DGB-Zahlen vom Ausnahme- zum Regelfall geworden. Bei den Gebäudereinigern sowie dem Gastgewerbe komme auf ein sozialversicherungspflichtige Stelle ein Minijob, im Einzelhandel und bei Postboten liege das Verhältnis bei zwei zu eins.

 

Auf dem Vormarsch seien vor allem Minijobs, die Arbeitnehmer als Nebenbeschäftigung zusätzlich zu einer regulären Arbeitsstelle ausüben. Ihr Volumen, gemessen an den Arbeitsstunden, habe sich, so Adamy, seit 2002 verdoppelt. Damit hätten derzeit bundesweit bereits 7,6 Prozent der sozialversichert Beschäftigten einen Nebenjob.

 

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