(Pressedienst 23 / 2007) Hell leuchtete die Forderung der IG Metall Bayern nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in den Nachthimmel über Augsburg, als der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer offiziell das Ende der Friedenspflicht verkündete und massive Warnstreiks für die kommenden Tage ankündigte.
In der Nacht zum Sonntag demonstrierten über 400 Betriebsräte und Beschäftigte vor den Werkstoren von MAN Diesel in Augsburg. Pünktlich zum Ende der Friedenspflicht, genau um Mitternacht, leuchtete ein Standfeuerwerk die Forderung von 6,5 Prozent in den Himmel.
Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Wir stehen vor einer harten und heftigen Auseinandersetzung. Zu verantworten haben dies einzig und allein die Arbeitgeber, die es versäumt haben, innerhalb der Friedenspflicht ein diskussionsfähiges Angebot vorzulegen.
Die Zeit der Friedenspflicht geht mit einem Feuerwerk zu Ende. Ein Feuerwerk von Warnstreiks und Aktionen wird folgen: Ab dem 2. Mai werden wir ganz massiv Druck machen. Bis einschließlich Samstag, den 5. Mai werden mehr als 100 000 Metaller aus über 100 Betrieben in Bayern die Arbeit niederlegen und wir werden jeden Tag eine neue Schippe drauflegen – so lange bis die Arbeitgeber endlich Vernunft annehmen."
Warnstreik in der Nachtschicht bei Epcos
Die Beschäftigten der Nachtschicht bei Epcos in München werden in der Nacht auf den 1. Mai die Arbeit niederlegen und das Werk verlassen. Epcos ist ein Hersteller von elektronischen Bauelementen z. B. für Handys, aber auch für Autos.
Bilder der Aktion gibt es auf der Homepage des Fotojournalisten Werner Bachmeier.




