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19.05.2009
Zahl der offenen Stellen deutlich zurückgegangen

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist in den ersten drei Monaten des Jahres um rund ein Viertel gesunken. Der Rückgang betraf nahezu ausschließlich Westdeutschland. Die ostdeutsche Wirtschaft ist weniger exportabhängig und daher von der Wirtschaftskrise bislang auch weniger hart betroffen. Besonders hart trifft es die Branchen Metall, Elektro, Maschinen- und Fahrzeugbau.

Im ersten Quartal 2009 gab es 870.000 offene Stellen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das sind 221.000 weniger als im Vorquartal IV/2008 und 273.000 weniger als im Vorjahresquartal I/2008. Von den offenen Stellen sind nur etwa 313.000 (46%) dem ersten Arbeitsmarkt zuzuordnen, die Mehrzahl sind geförderte Stellen, wie Ein-Euro-Jobs, Stellen bei Personal Service Agenturen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

In den Branchen Metall, Elektro, Maschinen- und Fahrzeugbau gab es bereits im vierten Quartal 2008 fast 50 Prozent weniger offene Stellen als ein Jahr zuvor. Mittlerweile wirkt sich die Krise aber auch auf die Zahl der offenen Stellen in den meisten anderen Branchen deutlich aus.

Allerdings trifft die Wirtschaftsflaute nicht alle Branchen - in den sozialen Bereichen fehlen sogar Fachkräfte. Bei den sofort zu besetzenden offenen Stellen kommen neuerdings nach den Ingenieurberufen bereits an zweiter Stelle die sozialen Berufe. Darunter fallen beispielsweise Stellen in den Bereichen Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Erziehung sowie Alten- und Krankenpflege.

Die Autoren der Studie sprechen sich dafür aus, angesichts der aktuellen Krise die Prävention eines zukünftigen Fachkräftemangels nicht aus den Augen zu verlieren. Die Ausbildungs- und Personalplanung der Betriebe wie die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik des Staates dürften nicht nur kurzfristig ausgerichtet werden, betonen die Wissenschaftler.

Das IAB erfasst viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Jeden Herbst werden rund 14.000 Betriebe schriftlich befragt, in den anderen drei Quartalen 8.000 Betriebe telefonisch.

 

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