Millionen Sektkorken werden zum Jahreswechsel knallen und so manchem um die Ohren fliegen. Ist die Flasche bereits geköpft, ist Wegducken vor dem Korken eigentlich zwecklos, haben Wissenschaftler der TU Clausthal herausgefunden. Also Vorsicht! In diesem Sinne wünscht die IG Metall Bayern allen Kolleginnen und Kollegen einen guten, unfallfreien Rutsch ins Neue Jahr und alles Gute für 2009.
Der Clausthaler Professor Friedrich Balck hatte eigens eine Apparatur entworfen, um die Frage zu klären, wie schnell eigentlich ein Sektkorken fliegt.
Korken explodieren im Normalfall mit 40, im Extremfall mit 100 km/h
Der Physiker bestimmte mittels Kanüle und Messgerät den Druck, der in einer Sektflasche auf den Stöpsel wirkt: „Ist eine Flasche gut geschüttelt, sind es ungefähr 2,5 bar – wie bei einem Autoreifen.“ Dieser Druck beschleunigt den Korken auf eine Geschwindigkeit von etwa 11 Metern pro Sekunde, und das „lässt sich umrechnen in etwa 40 km/h“, erklärt Professor Balck.
Einen Druck von 3 bar, keinerlei Reibung und eine sonnengewärmte Sektflasche (an Sylvester eher selten!) vorausgesetzt, könnte die „Kugel“ bis zu 100 km/h schnell werden, wird in der Mitteilung der TU Clausthal vorgerechnet. Lohnt es sich da überhaupt noch, sich wegzuducken, wenn die Flasche bereits geköpft worden ist? Eigentlich nicht. „Eine Schrecksekunde umfasst erfahrungsgemäß etwa eine Sekunde, und in dieser Zeit fliegt ja schon der 40 km/h schnelle Korken 11 Meter weit, insofern wäre Wegducken zwecklos“, so Friedrich Balck. Was also sollte man tun, um an den kommenden Feiertagen nicht Opfer eines Kanoniers zu werden? „Wenn die Flasche ungeschüttelt aus dem Kühlschrank kommt, ist eigentlich kein Druck drauf.“
Alles Gute!
Die IG Metall Bayern wünscht allen Mitgliedern, allen Kolleginnen und Kollegen, allen Leserinnen und Lesern unserer Homepage, dass sie zum Jahreswechsel nicht von umherfliegenden Sektkorken getroffen werden und auch sonst gut hinüberrutschen in Neue Jahr!
Möge Sie alle Gesundheit, Glück, Erfolg und Zufriedenheit im neuen Jahr begleiten!



