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Automobilkonferenz 2010
11.03.2010

Von: HR

Tarifvertrag gegen Lohndumping und Missbrauch bei Leiharbeit

Die DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit und der Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) haben am 9. März einen Tarifvertrag unterzeichnet, der die Entgelte in der Zeitarbeitsbranche bis Ende 2012 stufenweise anhebt. Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg gemacht, Lohndumping und Missbrauch in der Leiharbeit einen Riegel vorzuschieben.

Gute Basis zur Bekämpfung des Missbrauchs

Die IG Metall und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di bewerten den Vertrag als deutlichen Fortschritt. "Wir wollen Missbrauch in der Leiharbeit bekämpfen; dafür ist dieser Abschluss eine gute Grundlage", sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Dienstag in Frankfurt.V er.di-Vorsitzender Frank Bsirske erklärte: "Damit ist es gelungen, 7,50 Euro als Mindestlohn zu etablieren und gute tarifvertragliche Standards zu setzen."

Stufenweise Entgeltanhebung

Mit dem Tarifabschluss steigen die Mindestentgelte stufenweise im Westen von 7,38 Euro bis zum 1. November 2012 auf 8,19 Euro pro Stunde, im Osten von 6,42 Euro auf 7,50 Euro. Für die weiteren Entgeltgruppen wurden prozentuale Erhöhungen vereinbart, im Juli 2010 um 2,5 Prozent, im Mai 2011 um weitere 2,5 Prozent, im November 2011 um 1,74 Prozent und im November 2012 schließlich um weitere 2,5 Prozent. Darüber hinaus sieht der Vertrag vor, dass die bisherige Verrechnungsmöglichkeit von steuerfreien Aufwandsentschädigungen mit dem Bruttoentgelt zum 1. Juli 2010 ersatzlos entfällt. Damit sind indirekte Lohnkürzungen ausgeschlossen.

Keine Hintertür zu Lohnsenkungen

Eine Zusatzklausel regelt außerdem, dass der neue Tarifvertrag nicht als Einfallstor für Lohnsenkungen durch konzerninterne Leiharbeit oder zum Austausch von Stammbelegschaften durch Leiharbeiter missbraucht werden kann. "Damit gilt im Grundsatz für konzerninterne Leiharbeit die gleiche Bezahlung von Stammbelegschaften und Zeitarbeitern", betonten Bsirske und Huber. Beide forderten in diesem Zusammenhang erneut die Bundesregierung auf, Lohndumping in der Leiharbeit einzudämmen.

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