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26.11.2008
Kino Tipp: „It's a Free World“

Am 27. November startet der neue Film des britischen Regisseurs Ken Loach bundesweit in den Kinos. „It's a Free World“ ist ein Drama zwischen Wirtschaftskrimi und Familiengeschichte. Der Film stellt sich der Frage, welch fundamentale Veränderungen der Arbeitskultur durch globalisierte Leiharbeit entstehen.

Das Skript stammt von Paul Lavertys, der für seine Drehbücher bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. „My Name Is Joe“ gewann den British Independent Film Award für das Beste Drehbuch. „It's a Free World“ wurde bei den Internationalen Filmfestspielen Venedig mit dem Preis für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.

Ken Loach hat sich als bedeutendster britischer Regisseur der Gegenwart etabliert. Für „The Wind That Shakes The Barley“ wurde er bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

Zum Inhalt:

Angie ist eine Individualistin und steht mitten im Leben. Taff, schlagfertig, attraktiv und selbstbewußt lebt in ihr der Unternehmergeist einer liberalen Wirtschaftswelt. Als sie ihren Job in einer Personalvermittlung verliert, läßt sie sich nicht beirren und beschließt, ihre eigene Agentur auf die Beine zu stellen. Sie steigt ein ins Geschäft mit Gastarbeitern aus Osteuropa. Doch hier ist das Geschäftsklima rau, sind Gesetze nur zum Übertreten da. Zusammen mit ihrer Freundin Rose verschafft sie legalen und illegalen Einwanderern Arbeit – wenn auch nur für einen Tag. Doch der Erfolg macht hungrig und Angie ist bereit, für den nahenden Durchbruch alles aufs Spiel zu setzen. Sie verliebt sich in Karol aus Polen und gerät unversehens zwischen die Fronten aus Wirtschaftsbossen, Menschenhändlern und aufbegehrende Arbeitern.

Stefan Ludwig schreibt in seiner Filmkritik: „Ken Loach ist bekennender Trotzkist – und daraus macht er in „It’s A Free World“ auch gar keinen Hehl: Er stellt das kapitalistische System als abgrundtief falsch dar, indem er die vielen Fallstricke der Profitgier aufzeigt. Das Elend der Tagelöhner behandelt seine Gesellschaftskritik zwar nur am Rande, trotzdem wird stets deutlich, auf wessen Seite er steht: Das System als Ganzes ist schuld und nie der einzelne Mensch.“

Vorteil für IG Metall-Mitglieder

Für Mitglieder der IG Metall sind verbilligte Gruppenvorführungen möglich, bei Interesse einfach direkt an den Filmverleih Neue Visionen wenden, oder per Mail an kontakt(at)visionen.de. In Bayern startet der Film in München im Maxim (Landshuter Allee 33) und im Monopol (Feilitzschstr. 7) sowie in Nürnberg Filmhaus-Kino (Königstr. 93).

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