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10.03.2010
Förderung fürs "Leitbild des ehrbaren Kaufmanns"

Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, stiftet einen Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München. Die Mittel - 1,76 Millionen Euro - stellt er aus seinem Privatvermögen zur Verfügung und will so dazu beitragen, "nachrückenden Führungskräften in der Wirtschaft wie der wissenschaftlichen Forschung Orientierung und Impulse zu geben".

P. Löscher, W. Herrmann

"Hohes öffentliches und gesellschaftliches Interesse"

Wie die Technische Universität München Anfang März in einer Pressemitteilung bekannt gab, will sie mit der Einrichtung des Lehrstuhls die Bildung von Wirtschaftswissenschaftlern und die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Wirtschaftsethik stärken, denn: "Starke Wirtschaftsstandorte benötigen verantwortlich handelnde Unternehmenslenker mit einem ausgeprägten Bewusstsein für Nachhaltigkeit und für die Wertebasis ihrer Tätigkeit. Wirtschaftsethik als Komponente einer fundierten akademischen Ausbildung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften ist daher von hohem öffentlichem und gesellschaftlichem Interesse."

Peter Löscher-Lehrstuhl für Wirtschaftsethik

Der Lehrstuhl wird nach seinem Stifter die Bezeichnung "Peter Löscher-Lehrstuhl für Wirtschaftsethik" tragen und der Fakultät TUM School of Education angehören. Die Besetzung ist bereits zum nächsten Wintersemester vorgesehen. Professor Wolfgang Herrmann, Präsident der TRU München, lobte den Stifter als "Vorbild einer verantwortungsbewussten Bürgergesellschaft". Löscher selbst erklärte, man müsse "das traditionsreiche Leitbild des ehrbaren Kaufmanns [...] gerade auch in dem heutigen globalen Kontext von Märkten und Wirtschaft weiter pflegen, bewahren, vorleben und weitervermitteln." Lehre und Forschung haben nach seiner Überzeugung große Bedeutung für fundamentale Werte, die ihrerseits unabdingbar für Nachhaltigkeit sind - wer möchte da widersprechen.

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