(München) Die IG Metall Bayern hat am heutigen Tag mit bis zu 15 000 Teilnehmer gerechnet. Tatsächlich haben bis Mittag über 19 000 an Warnstreiks und Kundgebungen teilgenommen. Bei der zentralen Kundgebung im Münchener Norden der Betriebe: BMW, Knorr, BLW, Voith, KMPT und Hurth haben alleine knapp 10.000 Beteiligte demonstriert.
In Augsburg haben über 8 000 in 24 Betrieben die Arbeit niedergelegt und 5 000 davon haben an der Kundgebung am Augsburger Rathausplatz teilgenommen. Bei BMW in Landshut protestierten knapp 900 vor dem Tor und bei Jungheinrich und Driescher in Moosburg beteiligten sich 350 am Warnstreik.
Bei der Kundgebung der Münchener Betriebe mit knapp 10 000 Teilnehmer sagte Hans Haumer, Vorstandsmitglied der IG Metall und Vertrauenskörperleiter bei BMW: “Wir streiken für den Flächentarifvertrag und nicht gegen BMW. Wir streiken für den Erhalt der Arbeitsbedingungen und gegen einen Industrie-Dienstleistungsvertrag, wie ihn die Arbeitgeber wollen. Dieser würde bis zu 20 Prozent weniger Einkommen für rund 80 Prozent der BMW-Beschäftigten bedeuten. Das ist mit uns nicht zu machen.“
Jürgen Kerner, erster Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg, rief den Arbeitgebern zu: „Nutzen Sie die Chance bis zum Ende der Woche, um den Tarifkonflikt zu lösen. Wir sind gut aufgestellt, notfalls unsere Forderung mit Streik durchzusetzen.“
Bei drei Aktionen am Nachmittag in sieben Betrieben erwartet die IG Metall weitere 1 500 Beteiligte.


