Zahl der Mitarbeiter leicht gestiegen
Mit kräftigen Zuwächsen bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis hat die MAN Gruppe das 2. Quartal 2007 abgeschlossen. 17 Prozent mehr Auftragsvolumen, 9 Prozent höherer Umsatz und ein Ergebnisplus von 54 Prozent im 2. Quartal dokumentieren das hohe Wachstumstempo des Unternehmens.
MAN ist Anbieter von Lkw, Bussen, Dieselmotoren, Turbomaschinen sowie Industriedienstleistungen und beschäftigt weltweit rund 51 000 Mitarbeiter.
Nachdem heute vorgelegtem Zwischenbericht ist in den Monaten April bis Juni der Umsatz auf rund 3,5 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis legte gegenüber dem zweiten Quartal 2006 von 262 auf 403 Millionen Euro zu. Darin sei auch eine Dividendenzahlung von Scania in Höhe von 43 Millionen Euro enthalten, teilte MAN mit. MAN ist mit 14,8 Prozent am schwedischen Nutzfahrzeugbauer beteiligt. Nach Steuern schnellte der Gewinn um fast 90 Prozent auf 668 Millionen Euro nach oben.
Umsatzrendite von 10 Prozent erwartet
Håkan Samuelsson, Vorstandsvorsitzender der MAN Gruppe: „Alle Geschäftsbereiche der MAN Gruppe konnten ihre Ergebnisse teilweise deutlich verbessern. Im Fokus stehen für uns die kontinuierliche Verbesserung unserer Geschäftsabläufe, die Steigerung von Produktionsvolumen und Effizienz sowie unser internationales Wachstum. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter. Für das Gesamtjahr 2007 erwarten wir ein Auftragsplus von etwa 5 Prozent. Unseren Umsatz werden wir um über 10 Prozent steigern und die Umsatzrendite wird knapp über 10 Prozent liegen.“
Auftragseingang: Lkw und Dieselmotoren stark gefragt
Mit Bestellungen in Höhe von 9,6 Mrd € konnte der vergleichbare Vorjahreswert (8 Mrd €) im 1. Halbjahr um 20 Prozent gesteigert werden. Besonders Dieselmotoren (+27 Prozent) und Nutzfahrzeuge (+23 Prozent) profitierten in der ersten Jahreshälfte von der anhaltend starken weltweiten Nachfrage nach Transportleistungen. Während das Lkw-Geschäft sogar um 29 Prozent zulegte, waren die Auftragseingänge im Busgeschäft mit minus 8 Prozent leicht rückläufig.
Leichter Anstieg der Mitarbeiterzahl
Am Stichtag 30. Juni 2007 beschäftigte die MAN Gruppe weltweit 51 225 Mitarbeiter, das entspricht einem Zuwachs von 935 Mitarbeitern gegenüber dem 31. Dezember 2006 (50 290 Mitarbeiter). Der Anstieg ist auf das gestiegene Volumen der produzierenden Bereiche und damit verbundene Wachstumskonzepte zurückzuführen. So beschäftigte MAN Nutzfahrzeuge für den Werksaufbau in Polen und den Aufbau der russischen Vertriebsstruktur 539 Mitarbeiter mehr. Im Inland waren für die MAN Gruppe am 30. Juni 2007 insgesamt 29 833 Mitarbeiter (31. Dezember 2006: 29 399) und im Ausland 21 392 Mitarbeiter (31. Dezember 2006: 20 891) tätig. Damit lag der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter bei 42 Prozent.
Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen veröffentlich MAN auch bereitwillig die Zahl der beschäftigten Leiharbeitnehmer: Deren Zahl war mit 3 740 am 30. Juni 2007 etwas höher als am 31. Dezember 2006 (3 425). Das entspricht einem Anteil von etwa 12,5 Prozent der Beschäftigten.
Ergänzungstarifvertrag zur Begrenzung der Leiharbeit für das Werk München
Aufgrund der besonderen konjunkturellen Auftragssituation im Nutzfahrzeuggeschäft haben IG Metall Bayern und der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) für das Werk der MAN AG in München vor etwa zwei Wochen einen Ergänzungstarifvertrag abgeschlossen. Mit diesem Tarifvertrag verpflichtet sich MAN durch die Einstellung von befristeten Mitarbeitern Leiharbeit zu ersetzen. Außerdem wird MAN mindestens 2o Prozent der nach diesem Tarifvertrag befristet eingestellten Arbeitnehmer nach Ablauf der Befristung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen. Und die während der Laufzeit dieses Ergänzungstarifvertrages (bis 31.12.2009) auslernenden Auszubildenden nach bestandener Abschlussprüfung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen, ausgenommen hiervon sind die „über Bedarf“ eingestellten Auszubildenden.



