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03.04.2009
„Eine Region steht auf - Mahle Alzenau muss leben“

(Pressedienst 9 / 2009) Die IG Metall Bayern hat die Absicht der Geschäftsführung der Mahle GmbH, den Standort Alzenau mit 424 Beschäftigten und 12 Auszubildenden zum 30.06.09 zu schließen, scharf verurteilt.

Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, forderte die Geschäftsführung der Mahle GmbH auf, den Schließungsbeschluss zurückzunehmen und die Verhandlungen mit der IG Metall über ein Standortkonzept und einen Innovationstarifvertrages fortzusetzen.

Bei Mahle in Alzenau gibt es einen gültigen Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrag über dessen Weiterführung seit 9 Monaten verhandelt wird. Anfang März dieses Jahres hatten sich beide Seiten deutlich angenähert, ein Zukunftskonzept für die nächsten fünf Jahre für Alzenau rückte in greifbare Nähe. Lediglich zwei Punkte waren noch offen, eine Einigung hierzu wurde noch für März erwartet.

Am 24. März hat die Geschäftsführung dann völlig überraschend die Verhandlungen für gescheitert erklärt und zugleich die Schließung des Standortes beschlossen. Die Tarifkommission der IG Metall Bayern verurteilte dieses Vorgehen: „Die seit 9 Monaten laufenden Verhandlungen zur Weiterführung eines Standortkonzeptes in einem Innovationstarifvertrages ohne Not für gescheitert zu erklären, ist mit dem Stil und Auftrag der Mahle Stiftung nicht vereinbar“, heißt es in der einstimmig beschlossenen Resolution der Großen Tarifkommission der Metall und Elektroindustrie Bayerns..

Das Werk am Standort Alzenau belegt weltweit einen Spitzenplatz in der Oberflächenbeschichtung, hier werden u.a. besonders beschichtete Kolben für hochleistungsfähige Motoren mit mehr als vier Zylindern hergestellt. Offenbar sei Mahle gewillt, diese „Edelproduktion leichtfertig aufzugeben und damit wichtiges technologisches Know-how zu vernichten“ kritisierte Herbert Reitz, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Aschaffenburg, nach Gesprächen mit der Geschäftsleitung.

Die IG Metall Bayern wird den Standort Alzenau nicht kampflos aufgeben und unterstützt die Kolleginnen und Kollegen in ihren Aktionen „Eine Region steht auf - Mahle Alzenau muss leben“.

Am 23. April tagt der Mahle-Aufsichtsrat, dort steht das Vorhaben der Geschäftsführung auf der Tagesordnung.

Die IG Metall kündigte an, bis zu dieser Sitzung neue Vorschläge zum Erhalt des Standortes vorzulegen. Das bestehende Konzept werde so modifiziert, dass der Standort Alzenau in kürzester Zeit in die Gewinnzone gefahren werden kann. Mit diesem Konzept könnten die im zweistelligen Millionenbereich liegenden Schließungskosten vermieden und die Arbeitsplätze und das technologische Wissen erhalten werden.

 

 

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