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12.03.2008
Beschäftigte bei Audi profitieren vom Rekordgewinn

Audi erzielte im vergangenen Jahr erneut Spitzenwerte bei Umsatz und Gewinn und peilt auch im laufenden Jahr neue Rekordmarken an. Vom erfolgreichsten Geschäftsjahr in der Geschichte des Unternehmens profitieren auch die Mitarbeiter. Im Schnitt wird ihnen Audi eine Erfolgsbeteiligung von 5.300 Euro auszahlen.

Audi schreibt Rekorde -
die Beschäftigten profitieren

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Vorsteuergewinn von Audi 2007 um fast 50 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Umsatzrendite vor Steuern stieg im vergangenen Jahr von 6,2 auf 8,7 Prozent. Der operative Gewinn legte von 2,0 auf 2,7 Milliarden Euro zu. Damit steuert Audi 44 Prozent zum VW-Konzernergebnis von 6,15 Milliarden Euro bei. Unterm Strich erwirtschaftete Audi ein Ergebnis von knapp 1,7 Milliarden Euro, 26 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

Auch im laufenden Jahr will Audi weiter zulegen. Der Vorstand sei überzeugt, dass Audi an das hervorragende Ergebnis von 2007 anknüpfen könne, hieß es in der Mitteilung des Unternehmens. „Unseren weltweiten Erfolgskurs werden wir im Jahr 2008 konsequent fortsetzen“, sagte der Vorstandschef Rupert Stadler. Im vergangenen Jahr hatte Audi mit 964.200 ausgelieferten Fahrzeugen den zwölften Absatzrekord in Folge aufgestellt.

 

Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung steigt kräftig an

Das herausragende Ergebnis der Audi AG im Jahr 2007 zahlt sich für die rund 45.000 Mitarbeiter an den deutschen Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm aus: Das Unternehmen schüttet im Mai 222 Millionen Euro an seine Beschäftigten aus. Dies ist nahezu eine Verdopplung zum Vorjahr (154 Mio.). „Der Erfolg von Audi ist immer und vor allem der Erfolg unserer Mitarbeiter“, sagte Dr. Werner Widuckel, Personalvorstand der AUDI AG. „Der Einsatz für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens trägt zur Sicherung der Beschäftigung bei und soll sich für jeden Einzelnen lohnen.“

 

Grundlage der zusätzlichen finanziellen Beteiligung ist ein Übereinkommen zwischen Gesamtbetriebsrat, IG Metall und Vorstand, das auf der Vereinbarung „Zukunft Audi – Leistung, Erfolg, Beteiligung“ beruht. Die erweiterte Mitarbeitererfolgsbeteiligung (eMEB) eine freiwillige, übertarifliche und ergebnisabhängige Entgeltkomponente. Nach dieser Vereinbarung werden zehn Prozent des operativen Ergebnisses oberhalb einer Grenze von 1,2 Mrd. Euro, d.h. 150 Mio. Euro werden im Mai dieses Jahres allein für diese Erfolgskomponente an die Beschäftigten ausgeschüttet.

 

Peter Mosch, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der AUDI AG, sagte: „Die Vereinbarung Zukunft Audi zahlt sich im Hinblick auf die Standortsicherung und die finanzielle Beteiligung der Belegschaft am Unternehmenserfolg immer mehr aus. Die durchschnittliche Ausschüttung von fast 5.300 Euro an die im Tarif beschäftigten Kolleginnen und Kollegen ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten in Ingolstadt und Neckarsulm, die für ihren hervorragenden Einsatz belohnt werden.“

 

Spaltung der Belegschaft verhindert

Die Forderungen des Vorstands zur Erweiterung des Ergänzungstarifvertrages für industrienahe Dienstleistungen bei Audi waren weitreichend: Rund 3.500 Beschäftigte hätten zusätzlich zu schlechteren Bedingungen als die verbleibende Stammbelegschaft arbeiten müssen. Im Rahmen eines Spitzengespräches der IG Metall Bezirksleitung Baden Württemberg, der IG Metall Bezirksleitung Bayern und der Betriebsratsvorsitzenden der beiden Audi Werke Ingolstadt, Peter Mosch, sowie Neckarsulm, Norbert Rank, mit der Unternehmensleitung gelang der Durchbruch. Inzwischen haben auch die IG Metall Tarifkommissionen in Ingolstadt und Neckarsulm dem Vorschlag zugestimmt. Die ursprünglichen Pläne des Vorstands sind damit vom Tisch (siehe auch Flugblatt im Anhang).

 

„Die Fortschreibung des Vertrages zu verbesserten Bedingungen für die Beschäftigten ist ein wichtiges Signal auch über Audi hinaus. Hier hat eine Unternehmensleitung bewiesen, dass sie nicht nur die Unternehmensrendite, sondern auch die Belegschaft im Blick hat. Und die Belegschaft hat bewiesen, dass solidarisches gemeinsames Handeln erfolgreich ist. So stelle ich mir ein attraktives Unternehmen vor“, sagte Jacky Horn, 1. Bevollmachter der IG Metall Ingolstadt.

 

Dateien:
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