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12.05.2007
Beschäftigte der Holz- und Kunststoffindustrie fordern guten Lohn für gute Arbeit

(Pressedienst 31 / 2007) Ihre Forderung nach Einkommenssteigerungen von 6,5 Prozent bekräftigten heute bei einer Kundgebung in Taufkirchen an der Vils 1 000 Beschäftigte der Holz- und Kunststoffindustrie in Bayern.

Die Kundgebungsteilnehmer äußerten dabei ihren Unmut über die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber. Die erste Verhandlungsrunde für die 55 000 Beschäftigten der Branche in Bayern war am 25. April ohne jede Annährung zu Ende gegangen, seitdem spielen die Arbeitgeber auf Zeit.

 

Nach Jahren der Krise hat sich die Lage der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie mehr als stabilisiert. Der Umsatz liegt über dem Rekordniveau von 2000, die Produktivität, also das, was die Beschäftigten leisten, ist um satte 40 Prozent gestiegen.

 

Trotz hervorragender Umsätze und deutlich gestiegener Kapitalrendite versuchen sich einige Arbeitgeber aus dem Flächentarifvertrag davon zu stehlen. Die Demonstranten machten lautstark deutlich, dass sie sich diese Tarifflucht nicht gefallen lassen werden. „Das Geld ist da, aber den Arbeitgebern fehlt die Moral“, sagte Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

 

Nach Jahren der Zurückhaltung in den Tarifrunden sind jetzt die Beschäftigten dran. Die 6,5 Prozent sind eine Forderung mit Augenmaß. Sie sind notwendig für die Beschäftigten, die sich nicht von der allgemeinen Lohn- und Gehaltsentwicklung in der Bundesrepublik abkoppeln lassen wollen. Und sie sind bezahlbar.

 

Werner Neugebauer: „Die Unternehmer müssen ihre Hausaufgaben machen, um in der Zeit guter Konjunktur die Betriebe zum Erfolg zu führen. Immer nur bei den Beschäftigten einsparen zu wollen, ist kein erfolgversprechendes Geschäftsmodell. Das werden wir den Arbeitgebern in dieser Tarifrunde klar machen. Und zwar sehr deutlich. Die ersten Aktionen in den Betrieben haben begonnen. Unternehmer, aufgepasst: Das ist erst der Anfang“

 

 

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Tarifrunde 2012

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