(Pressedienst 62/2006) Am morgigen Dienstag, den 23.5.2006 verhandeln die IG Metall und die Schaeffler KG zum dritten Mal über den Haustarifvertrag für die Betriebe Herzogenaurach, Hirschaid und Höchstadt. Es geht um die Übernahme des Metall-Tarifabschlusses für circa 10 000 Beschäftigte.
Die IG Metall erwartet, dass die Schaeffler KG endlich ihre Blockadehaltung aufgibt und auch für diese Betriebe der Schaeffler-Gruppe den Metall-Tarifabschluss übernimmt. „Die Beschäftigten haben Anspruch auf dieses Geld. Sie haben für das kräftige Wachstum und die hohen Profite der Schaeffler-Gruppe gesorgt: Die Geduld unserer Mitglieder und der Beschäftigten ist zu Ende. Wenn es morgen keine Unterschrift gibt, muss die Schaeffler-Gruppe mit Aktionen rechnen, sagte Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.
In den letzten Jahren war die Übernahme des Metall-Tarifabschlusses für die Schaeffler-Betriebe Herzogenaurach, Hirschaid und Höchstadt reine Formsache. Doch diesmal hat die Geschäftsführung ihre Unterschrift an die gleichzeitige Absenkung der Ausbildungsvergütung für künftige Auszubildende gebunden. Bislang liegt die im Haustarifvertrag geregelte Ausbildungsvergütung über dem Niveau des Flächentarifvertrags Metall.
Die IG Metall ist zu Verhandlungen auch darüber bereit. Aber die künftig eingesparten Millionen sollen komplett in Ausbildung, in neue Ausbildungsplätze investiert werden, statt das Vermögen der Schaeffler-Eigentümer zu mehren.


