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Automobilkonferenz 2010
31.10.2008

Von: MJ

„Mogelpackung aus dem Land von Liliput“

(Pressedienst 40 / 2008) Als „Mogelpackung aus dem Land von Liliput“ hat der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Werner Neugebauer, das heute vorgelegte Angebot der Arbeitgeber bezeichnet.

„Was die Arbeitgeber heute, am letzten Tag der Friedenspflicht, vorgelegt haben, ist kein Angebot, sondern Arbeitskampf von oben“, so IG Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer.

Die Arbeitgeber bieten den 750.000 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie tabellenwirksame Entgelterhöhungen von
2,1 Prozent für die Monate Januar bis Dezember 2009. Für die Monate November und Dezember des Jahres 2008 sollen 0,8 Prozent als Einmalzahlung gezahlt werden.

Die Einmahlzahlung entspricht in den unteren Lohngruppen etwa 230 Euro, von der auch noch die Hälfte ganz wegfallen können soll. Neugebauer: “Die angebotenen Einmahlzahlungen sind eine Lachnummer angesichts der gigantischen Ergebnisse der Branche in 2008.“

Das mickrigen Angebot von 2,1 Prozent gleicht nicht einmal die Preissteigerung aus und entspricht in keiner Weise der erstklassigen Gewinnentwicklung der Branche während der letzten Jahre.

Neugebauer: „Wer einen halben Tag vor Ablauf der Friedenspflicht mit so einem unanständigen Angebot an den Verhandlungstisch kommt, schürt den Konflikt. Die Arbeitgeber wollen offenbar Warnstreiks. Die Beschäftigten werden ab heute Nacht die entsprechende Antwort geben“.

Am Samstag, 1. November 2008, um 0.00 Uhr sind die Beschäftigten der AUDI AG in Ingolstadt und des Osram-Lampenwerkes in Augsburg zum Warnstreik aufgerufen. Für die Woche ab dem 3.11. kündigt die IG Metall massive Warnstreiks an.

Vor Beginn der Verhandlungsrunde hatten Kolleginnen und Kollegen aus der Region vor dem Verhandlungshotel für ihre Forderung von 8 Prozent demonstriert. Neugebauer sagte bei der Kundgebung: „Bisher waren wir sauer, dass der VBM kein Angebot vorlegt hat. Wir kennen nun das Angebot. Jetzt sind wir stinksauer.“

Die IG Metall Bayern hat als nächsten Verhandlungstermin den 7.11. vorgeschlagen.

 

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