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17.06.2008
IG Metall begrüßt SPD-Modell zur Altersteilzeit - Kritik an CDU

Die IG Metall hat das SPD-Modell für eine Nachfolgeregelung zur Altersteilzeit nach 2009 begrüßt. "Das SPD-Modell der geförderten Altersteilzeit stellt angesichts der hohen Belastungen am Arbeitsplatz ein akzeptables Ausstiegsmodell für ältere Arbeitnehmer dar", sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Montag in Frankfurt.

Mit dem Erhalt der staatlichen Förderung bliebe zudem die Brückenfunktion der Altersteilzeit erhalten, durch die jüngere Menschen in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden können, wenn ältere Beschäftigte aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

 

Der IG Metall-Vorsitzende übte zugleich heftige Kritik an der ablehnenden Haltung der CDU. Die CDU habe keine Antworten darauf, wie Menschen, die vierzig Jahre und mehr gearbeitet hätten und den Belastungen nicht mehr standhalten, gesund in Rente gelangen könnten. Die CDU verharre in ideologischen Reflexen, wie dem Vorwurf der vermeintlichen Vorruhestandspraxis. "Offensichtlich haben Herr Wulff, Herr Pofalla und andere nicht verstanden, dass Altersteilzeit ein effizientes arbeitspolitisches Instrument ist. Es ist höchste Zeit für die CDU hier umzudenken", kritisierte Huber und forderte die CDU auf, ihren Widerstand aufzugeben und konstruktiv auf das SPD-Modell zur geförderten Altersteilzeit zu reagieren.

 

In der Tarifauseinandersetzung um die Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall im Vorfeld der fünften Verhandlungsrunde für das Tarifgebiet Baden-Württemberg am kommenden Mittwoch die Warnstreiks auch auf andere Tarifgebiete ausgedehnt.

 

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