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04.11.2008
IG Metall Bayern verlangt Klarheit von Fujitsu

(Pressedienst 44 / 2008) Die IG Metall Bayern reagierte vorsichtig optimistisch auf die heute bekannt gegebene Übernahme der 50-prozentigen Beteiligung von Siemens am Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC) durch Fujitsu. Mit dieser Übernahme gibt es zumindest eine Entscheidung und die Zeit der monatelangen Unsicherheit ist damit vorbei.

Die monatelangen Gerüchte um einen möglichen Verkauf finden ein Ende. „Damit haben die Beschäftigten endlich etwas mehr Klarheit, das ist wichtig für ihre Motivation“, sagte der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Augsburg, Jürgen Kerner.

Wichtig ist, dass das Unternehmen ganz zu einem neuen Eigentümer wechselt und damit eine Zerschlagung vermieden werden konnte. Fujitsu kennt das Unternehmen, da sie bisher 50-prozentigiger Shareholder waren und zahlreiche Komponenten und Produkte an FSC liefern.

Die IG Metall begrüßt, dass FSC seine Produktentwicklungskapazitäten in Deutschland ausweiten sowie Forschungs- und Entwicklungseinheiten im Serverbereich nach Deutschland verlegen will. Christiane de Santana, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Augsburg und Mitglied des Aufsichtsrates von FSC forderte Fujitsu auf diese Aussagen durch einen entsprechenden Business-Plan zu untermauern und diesen mit den Betriebsräten der IG Metall und dem Aufsichtsrat abzustimmen.

De Santana kritisierte, dass heute einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates durch das Management informiert werden sollen, die Vertreter der IG Metall im Aufsichtsrat zu diesem Treffen aber nicht eingeladen wurden. Sie forderte daher umgehend ein Gespräch mit den Verantwortlichen über die Zukunft von FSC.

Zwischen FSC und der IG Metall Bayern gibt es eine tarifliche Vereinbarung aus dem Dezember 2006 zur Sicherung von Standorten und Beschäftigung, auf deren Einhaltung die IG Metall pocht. Vereinbart ist, dass die Gesamtbeschäftigtenzahl bei FSC Deutschland bis zum 31.03.2010 konstant bei knapp 6.000 Beschäftigten bleibt. Betriebsbedingte Kündigungen sind in diese Zeit ausgeschlossen. Für die gewerblichen Arbeitnehmer an den Standorten Augsburg und Sömmerda wurde die Beschäftigtenzahl sogar bis zum 31.03.2012 festgeschrieben. Darüber hinaus hatte FSC die Fortführung der bestehenden Betriebe (Augsburg, Bad Homburg, Berlin, Düsseldorf, Hamburg/Hannover, München, Nürnberg, Paderborn, Sömmerda, Stuttgart/Mannheim) bis zum 31.03.2012 garantiert. Im Gegenzug hatte die IG Metall tariflichen Abweichungen bei FSC zugestimmt.

Jürgen Kerner: „Die IG Metall wird auf Einhaltung der vertraglichen Zusagen bei FSC bestehen. Nur so kann der Verbleib der letzten Computerfertigung und damit einer Zukunftstechnologie in Deutschland gesichert werden.“

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Tarifrunde 2012

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