aktueller Pfad: Home » Nachrichten » Ansicht
18.01.2010
MAN Nutzfahrzeuge startet Neuanfang

Am Montag fand bei MAN Nutzfahrzeuge im Werk München die erste Betriebsversammlung des neuen Jahres statt. Ein Novum war die Live-Übertragung der Veranstaltung in die deutschen Produktions-/Logistikstandorte Dachau, Nürnberg und Salzgitter. Über 10.000 Beschäftigte konnten so die Vorstellung des neuen Vorstands und den Neustart der MAN Nutzfahrzeuge nach Ende der Compliance Affäre verfolgen.

Betriebsratsvorsitzender Jürgen Dorn

"Dieser eindrucksvolle Schulterschluss der Standorte ist in der Geschichte der MAN einmalig und es macht mich stolz, was wir hier in den letzten Jahren gemeinsam geschafft haben", sagt Athanasios Stimoniaris, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender und Vertrauenskörperleiter der IGM der MAN Nutzfahrzeuge AG.

Betriebsrat, IG Metall und Vorstand suchten in der Veranstaltung einen gemeinsamen Weg aus der Krise. Alle Beteiligten waren sich einig, dass MAN 2010 ein weiteres schwieriges Geschäftsjahr erwartet. Die Beschäftigungssicherungsvereinbarungen werden aber weiter Bestand haben. Der Vorstand setzt auf die qualifizierte Belegschaft, wird die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausweiten und will MAN in den aufstrebenden Märkten etablieren.

Pachta-Reyhofen stellte dabei unmissverständlich klar, dass er die Werke in Europa als Technologietreiber sieht und widersprach Ängsten um Produktwettbewerb der internationalen Standorte. "Wir werden hier nicht locker lassen und das Know- How und die Beschäftigung in Europa langfristig absichern" so Willi Dienstbier, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der MAN Nutzfahrzeuge AG.

Affäre darf sich nicht wiederholen

Die Compliance-Affäre wurde für MAN durch die Einigung mit der Staatsanwaltschaft Ende 2009 beendet. MAN wird mit dem neuen Chief Compliance Officer Olaf Schneider die Compliance Organisation nachhaltig und wesentlich verändern. Die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichträten der MAN unterstützen dieses Engagement ausdrücklich. "Eine Affäre, wie sie uns im letzten Jahr erschüttert hat, darf sich bei MAN nicht wiederholen", so Thomas Otto, IG Metaller und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der MAN SE.

Der Konzernbetriebsrat hat den Vorstand der MAN aufgefordert, in Verhandlungen um ein Internationales Rahmenabkommen einzutreten. Mit diesem weltweit anerkannten Abkommen werden die Spielregeln der Zusammenarbeit von Management, Betriebsräten und den Belegschaften für alle Standorte der MAN definiert. "Wer die Pflichten der Arbeitnehmer durch neue Compliance Regelungen verschärft, muss auch deren Rechte erweitern – und dies weltweit" so Jürgen Dorn der Konzernbetriebsratsvorsitzende der MAN SE.

Die IG Metall Betriebsräte der MAN wünschen dem neuen Vorstand um Pachta-Reyhofen viel Glück für die kommenden Herausforderungen.

Druckansicht weiterempfehlen
Share/Bookmark/Subscribe


Tarifrunde 2012

Kampagnen der IG Metall:

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.

Sie benötigen eine aktuelle Version des Flash-Players, damit dieses Video angezeigt werden kann.
Flash-Player aktualisieren.