Der Schaeffler Gruppe sind mehr als 40 Prozent der Continental-Aktien angeboten worden. Damit hat Schaeffler nach dem Ende der Annahmefrist seinen Anteil an der Continental AG auf rund 48 Prozent ausgebaut.
Das teilte das fränkische Familienunternehmen am Dienstag in einer Pressemeldung mit. Schaeffler selbst hatte bereits vor Beginn der Annahmefrist 8 Prozent an Conti gehalten.
Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe sprach am Dienstag von einem großen Erfolg für Schaeffler: „Wir haben unser Ziel, eine strategische Beteiligung über 30 Prozent an der Continental AG zu erwerben, erreicht. Damit ist der Weg frei, so schnell wie möglich Gespräche mit Continental über Kooperationsprojekte zu beginnen, um für beide Unternehmen durch die Bündelung der Entwicklungs- und Innovationskompetenzen neue Marktchancen zu eröffnen. Schaeffler und Continental können jetzt gemeinsam Lösungen für die technologischen Herausforderungen des Autos der Zukunft entwickeln“, sagte Bis zum Ablauf der Annahmefrist („Stichtag“) sei das Angebot für 65.313.146 Continental-Aktien angenommen worden, dies entspräche einem Anteil von ca. 40,26 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der Continental Aktiengesellschaft, teilte Schaeffler in einer Pflichtmitteilung, gemäß § 23 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG), mit.
Schaeffler hatte zugesagt, das Engagement bei Conti innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 49,99 Prozent zu beschränken.
Schutz für Mitbestimmung und Beschäftigung
Im Zusammenhang mit dem Einstieg der Schaeffler KG bei der Continental AG hatten die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE am 22. August mit der Schaeffler KG eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Darin macht die Schaeffler KG umfangreiche Zusagen an die Arbeitnehmervertreter und erklärt, dass keine Arbeitsplätze durch den Einstieg gefährdet seien.
„Die in sieben Punkten gemachten Zusagen bieten sicherlich keinen absoluten Schutz“, so Hartmut Meine Aufsichtsratsmitglied der Continental AG und IG Metall Bezirksleiter in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, „aber sie minimieren die Risiken und sind ein Rahmen in künftigen Auseinandersetzungen.“ Es dürfte das erste Mal sein, dass ein Unternehmen im Kontext einer Beteiligung an einem Aktienkonzern mit den Gewerkschaften eine Vereinbarung schließt.



