Derzeit vergeht kaum ein Tag ohne neue Katastrophenszenarien, die von einigen Medien geradezu genussvoll ausbreiten werden. „Krise, Krise, Krise“ schallt es überall - fast überall zumindest, die Aktionäre sind offenbar nicht betroffen, denn die Dividenden sprudeln weiterhin kräftig.
Insgesamt werden die deutschen DAX-30-Konzerne im kommenden Jahr auf 24 Mrd. Euro an ihre Anleger ausschütten. Das sind zwar etwa zehn Prozent weniger als 2008, nach drei Jahren mit Rekord-Dividenden, in denen sich die Ausschüttungen verdoppelten, dürfte dieser Rückgang für die Aktionäre aber zu verschmerzen sein.
Nach gemeinsamen Berechnungen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und des "Handelsblatts" ist der Grund für den Rückgang vor allem auf Dividendenausfälle bei den Banken zurückzuführen.
Laut "Handelsblatt" werden die Unternehmensvorstände der Hauptversammlung erst im Winter oder Frühjahr vorschlagen, wie viel Dividende sie ausschütten wollen. Auswertungen der Bilanzen, Managementaussagen und Nettoerlöse, an denen sich Dividenden orientierten, ermöglichten aber schon jetzt zuverlässige Prognosen.
Unternehmen der M+E-Industrie
Von den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie im DAX-30 werden nach den Erwartungen des „Handelsblattes“ wohl Daimler und BMW ihre gerade erst kräftig angehobenen Ausschüttungen kürzen. Siemens hatte bereits angekündigt, die Dividende auch 2009 auf Vorjahresniveau halten zu wollen. Auch ThyssenKrupp werde die Dividende stabil halten, mutmaßt das Handelsblatt.



