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30.04.2009
Bayerische Schulklassen Preisträger im Wettbewerb „2. Mai 1933!“

Den ersten Preis des bundesweiten Schülerwettbewerbs „Geschichte und Politik für junge Köpfe: Der 2. Mai 1933“ hat in der Kategorie Berufsschulen die Klasse APH2 des 1. Ausbildungsjahres der Berufsfachschule für Altenpflegehilfe in Grafenau gewonnen.

Am 2. Mai 1933 besetzten die Nationalsozialisten die Gewerkschaftshäuser und das NS-Regime zerschlug die freien Gewerkschaften. Die gewerkschaftliche Immobiliengesellschaft GIRO hat zu diesem Anlass einen Schülerwettbewerb mit Preisen im Gesamtwert von 25.000 Euro für die achten bis elften Klassen aller Schularten ausgeschrieben. Die Aufgabe war, am Beispiel eines Gewerkschaftshauses der eigenen Stadt oder Region die Geschehnisse des 2. Mai 1933, die Überfälle des Nationalsozialismus auf die Gewerkschaftshäuser, zu recherchieren und darzustellen. Die Klasse hat die Ereignisse des 2. Mai 1933 um das Büro des Fabrikarbeiterverbandes in der Zwingergasse in Deggendorf aufgearbeitet. Ihr Preis ist mit 500 Euro dotiert. Auch ein zweiter Preis ging nach Bayern und zwar an ein Schülerteam der Hans Böckler Realschule in Fürth. Die Zehntklässler, deren Schule den Namen des ersten Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes trägt, haben den Nazi-Überfall auf das Gewerkschaftshaus in der Fürther Hirschenstraße dargestellt.

Bayerns DGB-Vorsitzender Fritz Schösser betonte, dass es keine ‚so mal nebenbei’ zu erledigende Aufgabe war, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Nicht jeder Beitrag, der engagiert und hoffnungsvoll begonnen wurde, sei auch rechtzeitig fertig geworden. „Die große Herausforderung war, ein geschichtliches Ereignis, die Zerschlagung der deutschen Gewerkschaften am 2. Mai 1933, sowohl mit einer konkreten Adresse, mit Vornamen und Familiennamen anschaulich zu machen, als auch gleichzeitig die politischen Zusammenhänge zu verstehen. Es ist gut, dass mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler an diesem lebendigen Geschichtsunterricht teilgenommen haben."

Schirmherrin des Wettbewerbs ist Eva-Maria Stange, sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst.

Die geschichtliche Erinnerung wach zu halten und das kritische Bewusstsein gegen Neonazis zu stärken, ist nach den Worten des GIRO-Geschäftsführers Nikolaus Hüwe das Ziel des Schülerwettbewerbs. Jugendliche im Alter von 14 bis etwa 17 Jahren sollten motiviert werden, sich mit der lokalen Geschichte der Arbeiterbewegung einerseits und des Nationalsozialismus andererseits auseinander zu setzen. Mehr Informationen auch über die spätere Fortsetzung des Wettbewerbs sind auf der Homepage www.zweiter-mai-1933.de zu finden.

 

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