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10.10.2008
Wackersdorf muss bleiben

Die Ankündigung des BMW-Konzerns sich bis 2010 von der „Verpackungsabteilung“ zu trennen, hat im gesamten Innovationspark Wackersdorf Sorgen um die Zukunft der Arbeitsplätze hervorgerufen. 460 Beschäftigte beim Versorgungszentrum müssen um ihre Jobs bangen.

Jürgen Scholz

Zwar gibt es bei BMW eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2014. Doch gilt diese konzernweit, eine Garantie für einen Arbeitsplatz in Wackersdorf gibt es also nicht.

Für Wackersdorf und die ganze Region ist der Innovationspark ein Segen. 2700 Arbeitsplätze entstanden hier seit 1990. Seit BMW verkündet hat, die Verpackungsabteilung auszulagern, weil sie keine „Kerneigenleistung“ des Konzerns sei, geht Angst um. Manche Beschäftigte glauben, dies sei der Anfang vom Ende. Denn die Zulieferbetriebe, die sich auf Wunsch von BMW in Wackersdorf angesiedelt haben, sind von den Aufträgen des Konzerns abhängig. Falls die Folgeaufträge, zum Beispiel für den neuen 3er, ausbleiben, kann es eng werden. Diese Befürchtungen sind verständlich – doch es gibt ein „Gegengift“: Zusammenstehen, sich gegenseitig informieren, über die Betriebsgrenzen hinweg solidarisch agieren. Die IG Metall ist mit von der Partie und wird zusammen mit ihren Mitgliedern für den Erhalt des Innovationsparks kämpfen. „Wir werden die Arbeitgeber im Innovationspark, allen voran BMW, aber auch die Politik, in die Pflicht nehmen. Wir fordern ein Gesamtkonzept für Wackersdorf, ein Konzept, das die Arbeitsplätze und den Standort nachhaltig sichert“, schreibt Jürgen Scholz, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg in einem aktuellen Flugblatt (siehe Anhang)der IG Metall.

 

Die Kolleginnen und Kollegen des Versorgungszentrums haben bereits vielfältige Vorleistungen erbracht, um ihre Arbeitsplätze zu sichern. 2004 zum Beispiel. Da wurde unter Beteiligung der gesamten Belegschaft ein Effizienzsteigerungs-Programm durchgeführt, das eine Kostensenkung von mehr als 30 Prozent brachte. Im Gegenzug hatte der Vorstand versprochen, ein „drittes Standbein“ nach Wackersdorf zu bringen. Dieser Plan aber wurde von der Geschäftsleitung niemals ernsthaft umgesetzt. Auch die Aussage von Dr. Norbert Reithofer auf der Betriebsversammlung 2004, dass die Beschäftigung im Versorgungszentrum bis mindestens 2012 gesichert sei, ist leider nicht viel wert gewesen – wie man heute sieht.

 

Dateien:
InnoparkWackersdorf_ansicht.pdf
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