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17.10.2006
Demonstration bei Bosch-Siemens-Hausgeräte in Dillingen

(Pressedienst 87/2006) Der Betriebsrat von Bosch-Siemens- Hausgeräte in Dillingen (BSH) und die IG Metall Augsburg haben heute die Streikenden von BSH aus Berlin am Tor 1 des Werkes in Dillingen empfangen. Seit dem 5. Oktober zieht der „Marsch der Solidarität“ von Berlin Richtung München.

Zwei Tage vor der Schlusskundgebung vor der Münchener BSH-Zentrale versammelten sich rund 45 Berliner BSH-Marschierer vor dem Werk in Dillingen. Sie zeigten Solidarität mit den Berliner Kollegen, bei denen gleich das gesamte Werk samt der Arbeitsplätze auf der Kippe steht.

"Die Bänder stehen still und es kommen immer noch mehr Kollegen aus der Fertigung ans Werkstor", sagte Franz Veh , Betriebsratsvorsitzender in Dillingen, kurz nach Beginn der Protestkundgebung um 10.30 Uhr. Tatsächlich wurden es schließlich rund 700 Beteiligte, die Fertigung stand bis 11:45 Uhr still. 300 bis 500 Geschirrspüler weniger als sonst wurden heute produziert. Franz Veh zeigte sich zufrieden: "Das werden die Herrschaften im zweiten Stock sehr wohl registrieren".

Veh und seine KollegInnen sind sich mit den Berlinern einig, dass ein Konzerngewinn von 500 Millionen Euro (vor Steuern) im vergangenen Geschäftsjahr und eine deutliche Umsatzsteigerung die geplante Verlagerung an einen Billigstandort in keiner Weise begründen können.

Der erste Augsburger IG Metall-Bevollmächtigte Jürgen Kerner erinnerte in seiner Ansprache den BSH-Vorstand daran, dass die Umsatzrückgänge bei AEG-Elekcrolux in Nürnberg gezeigt haben, "dass die Kunden eine solche Firmenpolitik nicht hinnehmen".

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