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25.10.2006
BenQ-Pleite hat weitreichende Folgen

(Pressedienst 90/2006) Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sieht durch die Nachricht eines bei Infineon bevorstehenden Abbaus von insgesamt 400 Stellen seine schlimmsten Erwartungen bestätigt.

Gleichzeitig äußerte er die Befürchtung, dass dies möglicherweise noch nicht das Ende der schlechten Nachrichten in Folge der BenQ-Pleite gewesen sein könnte.

Werner Neugebauer betonte in diesem Zusammenhang die gewachsene Verantwortung der Manager in einer immer enger verflochtenen Wirtschaft.

Werner Neugebauer: „Mit ihrem verantwortungslosen Handeln und ihrer kurzsichtigen Geschäftspolitik haben die Manager der Siemens-Handysparte und bei BenQ enormen Schaden verursacht, dessen Folgen weit über das eigene Unternehmen hinausgehen. Die Zeche für das Versagen hochbezahlter Manager, zahlen in einer vernetzten Wirtschaft zunehmend die Beschäftigten und die gesamte Gesellschaft.“

Werner Neugebauer verwies darauf, dass auch weitere BenQ-Zulieferern in den Sog der BenQ-Insolvenz geraten sind. Nach eigenen Angaben rechnen der Handy-Schalenhersteller Balda, Chip-Entwickler Dialog Semiconductor und der Automatisierungsspezialist Rohwedder mit – zum Teil gravierenden – Folgen durch die BenQ-Insolvenz.

Werner Neugebauer: „Um so dringender ist es, dass jetzt für BenQ so schnell als möglich ein Investor gefunden wird. Die Fortführung des Geschäftsbetriebes mit möglichst vielen Mitarbeitern hat für die IG Metall oberste Priorität.“

Nach derzeitigem Kenntnisstand der IG Metall summiert sich die Zahl der bedrohten Stellen bei Infineon in Deutschland auf rund 230: Demnach sollen im Münchner Campeon rund 80 Arbeitsplätze betroffen sein, hinzu kommen 60 von 100 Stellen bei Comneon in Nürnberg und mit 90 Stellen in Salzgitter der komplette dortige Comneon-Betrieb. Comneon ist eine 100-prozentige Infineon-Tochter.

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