Der Streik bei der Deutschen Telekom ging am Montagt mit bundesweit rund 14.000 Beschäftigten in die vierte Woche. Die Streiks machen sich mittlerweile in einem Stau von Serviceaufträgen bemerkbar; eine Einigung scheint nicht in Sicht, gleichzeitig wächst die Solidarität mit den Telekom-Mitarbeitern, denen empfindliche Verschlechterungen drohen.
Bereits am Wochenende hatten nach den Zahlen von ver.di rund 1.400 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt, wie der Streikkoordinator von ver.di, Ado Wilhelm, gegenüber ddp/Dow Jones erklärte. Am Montag waren die Bereiche Netzinfrastruktur, Technischer Kundendienst und Störungsannahme in Callcentern betroffen.
In Deutschland und Europa wächst unterdessen die Menge der Solidaritätsadressen und -aktionen weiter an. Am 30. Mai hatten sich bundesweit rund 50.000 Menschen an Aktionen der 75 ver.di-Bezirke beteiligt.
Peters: Beschäftigtenrechte "mit Füßen getreten"
Für den Vorstand der IG Metall hatte der erste Vorsitzende Jürgen Peters bereits eine Woche zuvor den Kolleginnen und Kollegen der Telekom die "geschlossene und solidarische Unterstützung" der IG Metall in einer Solidaritätsadresse (siehe Download) zugesichert. Peters betonte, mit den "Zumutungen des Telekom-Vorstands" reihe sich das Unternehmen in die Liste derer, die "maßlose Profite über soziale Schicksale stellen und die sozialen Rechte der Beschäftigten mit Füßen treten."
Verschlechterungen für 50.000
Die Telekom plant, zum ersten Juli etwa 50.000 ihrer insgesamt rund 160.000 deutschen Beschäftigten in Tochtergesellschaften auszugliedern, in denen sie für neun Prozent geringere Einkommen vier Wochenstunden mehr arbeiten sollen; sie begründet dies mit dem Zwang, Kosten zu sparen und den Service zu verbessern und sieht keine Alternative. Ver.di ruft seit dem elften Mai bundesweit zu Streiks auf und droht, diese bis in die zweite Jahreshälfte hinein auszuweiten.
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Aktuelle Informationen zur Auseinandersetzung bei der Telekom finden Sie auf den Seiten von ver.di.
- Dateien:
Soli-Telekom.pdf



